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Mittwoch, 12. September 2012

Zurück in der alten Welt

Ich bin nun sage und schreibe bereits eine Woche wieder zuhause in Deutschland. Seufz.

Ich weiß, das klingt total komisch, aber ich muss mich erstmal wieder eingewöhnen (das Wetter, die Menschen!!) - und jeden Tag vermisse ich San Francisco.

Gefreut hab ich mich allerdings über ein leckeres Vollkornroggenbrot mit Leberwurst! Jawohl.

Ihr fragt euch nun, häh, die is´ doch wieder in Deutschland, wat will se uns denn jetzt noch erzählen???
Aber ich hatte ja noch Fotos von Alcatraz und was weiß ich noch alles versprochen und das will ich natürlich auch halten.

Auch ein Rückreisebericht ist geplant. Mag sein, dass ihr das dann schon von mir persönlich gehört habt - egal, da müsst ihr halt jetzt durch ;-)

Also: Freunde, das hier ist noch nicht vorbei!

Mittwoch, 15. August 2012

50 Shades of Grey

Ich weiß nicht, ob ihr das in Deutschland so mitbekommen habt, aber hier in den Staaten gibt es im Moment einen regelrechten Hype um das Buch "50 Shades of Grey" von E. L. James.
Wer das Buch noch lesen möchte (weil er irgendwie noch Lebenszeit übrig oder Geld zuviel hat), sollte jetzt nicht weiterlesen: Spoiler-Alarm! ;-)

An mir ist das Theater um das Buch bzw. die Trilogie erst mal total vorbeigegangen, bis einmal bei einem Dinner von Kollegen darüber geredet wurde. Zum Teil von hysterischem Gekicher (die Damen) und verlegenem Grinsen (die Herren) begleitet. Das machte mich natürlich neugierig und ich fragte also nach, worum es denn in dem Buch ginge.

Uh, hochrote Köpfe, rumdrucksen und konzentriertes Auf-den-Tisch-starren waren die Folge. Schließlich erbarmte sich eine (über 30-jährige!) Kollegin und meinte, ich solle das Buch mal googlen, sie könne das jetzt nicht so aussprechen.

Aha. Jetzt war ich wirklich neugierig. Kaum zuhause, hab ich mir bei Amazon direkt die Kindle Leseprobe runtergeladen. Hm, Mädchen trifft Junge - bisher nix Spektakuläres. Gut, das kommt wohl erst nach dem ersten Kapitel (so meine Annahme), also das Buch gekauft.

Zwei Tage später: Ernüchterung. Unverständnis. DARUM machen die hier so einen Wirbel?! Wie verklemmt und prüde kann man denn sein?

Dann Wut. DAFÜR hab ich 10 Euro ausgegeben???

Um den Inhalt des Buches zusammenzufassen: Mädchen trifft Junge. Junge hat ein schliiiiiimmes Geheimnis, er steht nämlich auf BDSM. Mädchen ist schockiert, wie sich das gehört. Trotzdem fängt sie eine Beziehung mit ihm an, weil sie ihn nämlich gaaaaanz dolle liebt (obwohl sie ihn erst zweimal fünf Minuten gesprochen hat!). Natürlich ist sie noch Jungfrau und total unerfahren. Natürlich ist sie trotzdem eine Granate im Bett, er aber selbstverständlich auch. Ach ja, er ist auch nicht nur körperlich übermäßig gut ausgestattet, nein - er ist auch noch steinreich (Selfmademan!) und sieht unglaublich gut aus. Arbeiten muss er zum Glück nie, so haben die beiden Zeit für ihre BDSM-Stündchen. Oder was die Autorin so für BDSM hält. Über mal die Augen verbinden und ein paar Fesselspiele (Ujui!) geht das aber selten hinaus. Einmal quält er sie mit einer Feder! Böser Junge!

Und es dauert auch nie lange, denn der begabte Knabe muss bloß mal des Mädchens Ellbogen berühren, schon "zerfließt" sie in 17 Orgasmen. Oder wird von ihnen "verschlungen". Eins dieser beiden Wörter taucht auf jeden Fall auf.

Die langweiligen Sex-Szenen wiederholen sich auf eine nervtötende Art und Weise in Wort und Spielart, das ist nicht auszuhalten! Es ist, als hätte die Autorin grade copy-and-paste entdeckt und wollte ausprobieren, wie oft man das auf einer Seite verwenden kann.
Leider - sehr oft! Und ansonsten passiert ja nicht viel in dem Buch! Entweder haben die beiden Sex oder SIE überlegt, wie verdorben er doch ist und dass sie grade gern wieder Sex mit ihm hätte. Außerdem will er, dass sie seine Sklavin wird, so ganz romantisch mit Vertrag und so. Sie denkt andauernd drüber nach, unterschrieben wird das (rechtlich nicht durchsetzbare) Ding aber nie.

Das wars.

Ich war wirklich froh, als er gegen Ende des Buches den Gürtel rausholt und die (Nicht-mehr) Jungfrau mal ordentlich vertrimmt. Ihm geht einer ab, sie heult und macht Schluss, weil er wirklich ganz ehrlich ZU verdorben für sie ist. Und das, obwohl er ihr immer brav danach den Hintern mit Arnika-Salbe eincremt, sowas Undankbares.

Puh, Aufatmen meinerseits, das Buch ist zuende. Allerdings wage ich die kühne Voraussage, dass die beiden sich in Teil 2 wieder vertragen und sie weiter an seiner "Heilung" arbeitet (sie findet nämlich, dass er krank ist, weil er auf BDSM steht!) und in Teil 3 ist er dann "normal" und es wird geheiratet.

Hab ich mich aufgeregt über dieses Buch, selten so einen langweiligen Schund gelesen. Ganz ehrlich, was da beschrieben wird, passiert doch (übertrieben gesagt) in jedem zweiten Schlafzimmer, da ist nix Besonderes dabei. Gut, mal abgesehen von Grey's Kontrollzwang (Du besuchst deine Mutter??? Warum? Wie lange? Wann kommst du wieder??? Kann ich mitkommen? - die Antwort auf letztere Frage ist nein, aber natürlich taucht er trotzdem bei der Mutter auf) und vielleicht seinem Spielzimmer, welches ausführlich beschrieben, aber selten benutzt wird.

Weiterhin hat mich genervt, dass alles an Twilight erinnert. Das Buch ist nämlich eine Fan-Fiction! Jawohl. Ich hatte das Wort zuvor auch noch nie gehört, aber es bedeutet wohl, ich kopiere ein erfolgreiches Buch und tausche weitestgehend nur die Namen aus. Dabei mache ich das erfolgreiche Buch aber möglichst schlecht nach, indem ich eigene öde Ideen mit einbaue.

So ist das Mädchen totaaaal hübsch, weiß es aber nicht, hält sich für unscheinbar. Ihr bester Kumpel (der hier aber nicht Jacob, sondern José heißt) steht heimlich auf sie. Sie fliegt aber auf den (vermeintlich) bösen Jungen mit den kupferfarbenen (!) Haaren, der sie warnt, dass er nicht gut für sie ist und sie sich besser von ihm fernhalten soll (sowas funktioniert ja gemeinhin immer sehr gut - *Ironie off*). Nachdem sie sich NICHT von ihm fernhält, schenkt er ihr ein Blackberry, einen Laptop (natürlich das allerneuste Modell von Apple, was eigentlich noch gar nicht auf dem Markt ist, damit das unschuldige Ding die ganzen bösen Praktiken googlen kann, die er mit ihr vorhat) und ein Auto (denn ihr altes Auto ist zu unsicher und ihr könnte was passieren).

Wenn ihr wirklich was Gutes lesen wollt, worüber ihr herzlich lachen könnt... da empfehle ich die Ein-Stern-Rezensionen bei Amazon über "Shades of Grey" (so der deutsche Titel). Wenn man die gelesen hat (was ich leider vor dem Kauf nicht getan habe), weiß man genug über das Buch, um es getrost ignorieren zu können.

Das Buch soll übrigens auch verfilmt werden. Nunja. Der Film wird mangels Handlung entweder sehr kurz oder wegen zuviel Sex ab 21 sein, in den USA jedenfalls.

Tja, lange Rede, kurzer Sinn: ich habe das Buch wegen Qualitätsmängeln (kein Scherz!) bei Amazon zurückgegeben und das Geld erstattet bekommen. Wer gibt mir jetzt die 2 Tage zurück???

Dienstag, 14. August 2012

Publikum

Ich möchte übrigens mal anmerken, wie verwundert ich bin geschmeichelt ich mich fühle, wieviele Leute meinen Blog lesen! Und wo!!!

Ich hab tatsächlich regelmäßige Leser aus Lettland, der Schweiz, den USA, den Niederlanden, Singapur, Indien, England und Russland. Und Deutschland natürlich.

Das freut mich echt - ich hab eher gedacht, ich schreib das hier für meine Familie und ein paar sehr enge Freunde und muss sogar DIE zwingen, hier mal reinzuschauen ;-)

Tja, dem ist wohl nicht so. Good for me! :-)

Samstag, 4. August 2012

Soccer vs. Baseball

Ich hab gestern mit einer Kollegin über mein erstes Baseball-Spiel geredet. Sie selbst findet Baseball total langweilig, ist dafür aber ein totaler Fußballfan.

Ihr Kommentar zu Fußball: Das ist so spannend und dauernd passiert irgendwas, immer hat man was zu gucken. Nicht wie beim Baseball, wo sich stundenlang nichts tut...

Hihi, kommt euch das irgendwie bekannt vor? ;-)

Donnerstag, 26. Juli 2012

When you´re going to San Francisco...

... dann pack statt der "Flowers" im "Hair" lieber nen dicken Schal ein!

Heute war es so kalt, dass ich den ganzen Tag trotz heißem Tee gefroren hab und mir daher zum Mittag eine schöne heiße Suppe geholt hab. Herrlich, wenn man dann ein bißchen aufgewärmt wird. Und lecker war sie auch noch ;-)

A bowl of Tomato-Basil Soup


Mit der oben genannten Zeile spiele ich übrigens auf dieses Lied an ;-)


Dienstag, 24. Juli 2012

Sephora

Wer mich kennt, der weiß ja, dass ich ein kleeeines bißchen Kosmetik-affin bin. Wirklich nur ein bißchen. Nunja, ich wurde sogar schon als Tussi bezeichnet, das war aber nicht negativ gemeint ;-)

Um also meinem Tussi-Dasein mal so richtig zu frönen, muss ich euch vom hiesigen Sephora erzählen. Für die Nicht-Tussis: Sephora = Douglas im Ausland. Nur besser. Viel besser.

Bei meinem ersten Besuch im Sephora war ich vom schieren Angebot erstmal überwältigt, mein Auge konnte diese Marken- und Farbenvielfalt gar nicht erfassen ;-) Das hat sich zum Glück bei den nächsten Besuchen gegeben, indem ich mich einfach systematisch durch die Regale gearbeitet habe.

Und dabei konnte ich dann feststellen, dass Sephora Douglas um Lichtjahre voraus ist. Nicht nur, dass es hier Marken gibt, die es bisher noch nicht bis nach Deutschland geschafft haben. Nein, vieles ist auch noch sehr viel günstiger als bei uns.

Die Sephora-Damen und Herren (beide übrigens gleich stark geschminkt *g*) sind hier auch viel netter als die Dougletten zuhause. Man wird beim Betreten der Filiale freundlich begrüßt (das ist in USA aber überall so) und wird gefragt, ob man Hilfe benötigt. Wenn man das verneint, wird man auch in Ruhe gelassen. Das schätze ich sehr, denn ich gucke meistens lieber selbst erst einmal. Trotzdem ist immer jemand in Reichweite, wenn man doch mal was fragen will. Das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Kunden und Verkäufern stimmt einfach.

Wenn man möchte, kann man stundenlang die einzelnen Produkte in Augenschein nehmen, ausprobieren und ggf. das komplette Tagesmakeup erneuern (neulich erst gesehen).

Im Douglas habe ich es leider schon oft erlebt, dass man von den Dougletten regelrecht verfolgt wird. Sobald man ein Teil in die Hand nimmt, wird ungefragt losgequatscht und die Vorteile ebendieses Teils aufgezählt. Ja danke, das weiss ich selbst – deshalb gucke ich es mir ja an.

Aber auch das Gegenstück kommt häufig vor. Braucht man wirklich mal Hilfe, sind auf einmal sämtliche Dougletten wie von Zauberhand verschwunden oder ganz arg beschäftigt.

Am Wochenende sind immer doppelt so viele Verkäufer im Sephora, weil auch mehr Kunden da sind – da hat mal einer mitgedacht.

Aber am meisten mag ich drei Dinge am Sephora. Erstens findet man so ziemlich an jedem Regal einen Aufsteller mit Makeupentferner, Alkohol, Nagellackentferner, Wattepads, Kosmetiktüchern, Wattestäbchen und verschiedenen Wegwerf-Applikatoren (Pinsel, Spatel u.ae.). Das wird jeder zu schätzen wissen, der schon mit bunt bemaltem Handrücken aus dem Douglas marschiert ist.

Zweitens kann man sich im Sephora von nahezu allem Pröbchen abfüllen lassen. Auf der Suche nach einer neuen Creme? Kein Problem, die nette Sephora-Dame berät einen und schaufelt dann das Probetöpfchen mit Creme voll, die locker 2 Wochen reicht. So wird das Risiko von Fehlkäufen doch deutlich reduziert.

Aber selbst wenn es einen Fehlkauf gab – und hier kommen wir zum dritten – man kann alles quasi ewig und auch schon benutzt zurückbringen. Man bekommt ohne Gezeter das Geld erstattet oder ein neues Produkt! Der Hammer!

Ich konnte mich von dieser Kundenfreundlichkeit selbst überzeugen, als ich Depp mein teures, neu gekauftes, erst zweimal benutztes Puder im Bad runtergeschmissen hab. Es war natürlich völlig zerbröselt und quasi nicht mehr zu benutzen. Ich war wirklich traurig, denn ich mochte es und es war teuer, verdammt!

Mein lieber Freund M. meinte, ich solle es doch einfach zurückbringen. Auf die Idee wäre ich selbst nie gekommen, schließlich hab ich es ja selbst kaputt gemacht. Aber ich ließ es auf den Versuch ankommen. Und siehe da, ich holte Puder und Kassenbon aus meiner Tasche, als die Sephora Dame auch schon fragte, ob ich das Geld zurück haben möchte. Ich setzte zu meiner Erklärung an, aber das wollte sie eigentlich gar nicht wirklich wissen. Sie (!) entschuldigte sich noch, dass das Puder den Sturz nicht überlebt hat!

Ich war wirklich baff und durfte mir ohne Probleme einfach ein neues holen. Meine überglücklichen Dankesbezeugungen irritierten die gute Frau sichtlich, schließlich kennt sie es nicht anders.

Jedenfalls bin ich spätestens seit diesem Zeitpunkt absoluter Sephora-Fan ;-)


Montag, 23. Juli 2012

Australien?

Ich wurde eben im Bus gefragt, ob ich aus Australien stamme! Lustig... scheinbar wirke ich sehr tiefenentspannt ;-) Oder es lag an dem Surfbrett unter meinem Arm ;-)

Oder (und das ist die Auslegung, die ich bevorzuge!) mein Englisch hat sich so verbessert, dass nicht mehr jeder sofort merkt, dass ich kein Native Speaker bin. Ich hab nämlich ein paar amerikanischen Touristen den Weg zum Ferry Building erklärt und sie dabei offensichtlich mit meinem Akzent verwirrt.

Jaja, my english is so good, that makes me nobody so quickly after!

Samstag, 21. Juli 2012

Fahrgemeinschaft auf Amerikanisch

Ein Kollege, der in Oakland (also Eastbay) wohnt, hat mir neulich eine interessante Geschichte erzählt.

Er fährt jeden Morgen mit dem Auto zur Arbeit. Soweit nicht ungewöhnlich. Allerdings fährt er immer extra an einer Straßenecke vorbei, wo Leute darauf warten, mitgenommen zu werden. Und ich meine jetzt nicht den Straßenstrich ;-)
Nein, es gibt tatsächlich in Oakland eine Kreuzung, wo Pendler, die keinen Bock auf die Bahn, aber auch kein eigenes Auto haben, darauf warten, mitgenommen zu werden. Von Pendlern mit Auto, die eben sowieso rüber nach San Francisco fahren.

Und das funktioniert! Besagter Kollege nimmt jeden Morgen drei völlig fremde Leute mit, immer andere und lässt sie dann Downtown wieder aussteigen. Die Leute müssen dafür auch nichts bezahlen. Manche bieten einen Dollar Benzingeld an, welches mein Kollege jedoch immer ablehnt.
Und auch viele seiner Nachbarn nehmen jeden Morgen fremde Pendler mit. Auf Nachfrage gab er an, dass da bisher noch nie was passiert sei und alles immer zur allseitigen Zufriedenheit verlaufen ist.

So kommen jeden Morgen Dutzende Pendler bequem und billig aus Oakland über die East Bay Bridge nach San Francisco. Für den Rückweg müssen sie sich allerdings doch auf die öffentlichen Verkehrsmittel verlassen ;-)

Ich hab direkt gedacht, dass er ja so jede Menge neue Leute kennenlernt. Aber nein, es gibt natürlich ungeschriebene Regeln für diese Art der Fahrgemeinschaft.

Erstens, der Pendler steigt ein, sagt "Guten Morgen" und hält ansonsten die Klappe. Geredet wird nicht. So hat der Fahrer trotz Gesellschaft morgens seine Ruhe ;-)

Zweitens, Handys müssen lautlos sein. Man darf zwar smsen und sonstige stille Dinge tun, aber telefonieren oder klingelnde Handys sind verpönt.

Drittens, man darf nicht essen oder trinken, gefrühstückt wird also gefälligst zuhause.

Und wie gesagt, das funktioniert! Ich finde das wirklich interessant und faszinierend, und habe mich direkt gefragt, ob das in Deutschland auch funktionieren würde...

Ich glaube, nein. Dafür lieben die meisten Deutschen ihr Auto viel zu sehr, als dass sie wildfremde Leute einsteigen lassen und dabei riskieren, dass die die wertvollen Alcantara-bezogenen Sitze vollpupsen.

Außerdem haben viele Deutsche ja auch eine angeborene Abneigung gegen fremde Menschen. Wenn morgens in der Bahn jemand niest, und ein anderer (aber fremder) "Gesundheit" sagt, wird der oft angeguckt, als hätte er dem Niesenden unvermittelt an den Hintern gepackt. Viele Deutsche reagieren ja, meiner Erfahrung nach, leider sehr irritiert auf Freundlichkeit und können dann damit nicht so richtig umgehen ;-)
Schade eigentlich...

Dienstag, 3. Juli 2012

BBQ

Morgen ist der vierte Juli. Das wisst ihr wahrscheinlich auch alle, aber während das in Deutschland halt nur ein Mittwoch ist, ist hier ist echt was los. Die Fahnen und Anstecker werden schon ausgepackt, alle wünschen sich gegenseitig einen "Happy Fourth" und "God bless America" (kein Witz!). Ich bin daher echt mal auf morgen gespannt, ob sich das Ganze da noch steigert. Ich vermute: ja! ;-)

Heute Abend bin ich zu einem richtig amerikanischen Barbeque eingeladen, ich bin schon sehr gespannt und freue mich auch. Allerdings war die Frage des Mitbringsels etwas kritisch. Passend wäre natürlich was deutsches. Bloß was? Sauerkraut oder ne Bratwurst? Eher nicht (woher auch nehmen?).
Alle deutschen Produkte, die ich dabei hab, brauche ich ja auch! Außerdem wären Zahnpasta, Shampoo und Co sicher auch nicht der Reißer gewesen ;-) Und eine Packung Yoghurette für ne ganze BBQ-Gesellschaft, hmmm...
Und an weitere deutsche Mitbringsel hab ich schlicht und einfach nicht gedacht.

Also der Klassiker: eine Flasche Wein!

Nun hab ich aber gelesen, dass man in den USA bei einer Einladung bloß NIE Alkohol mitbringen soll, dies sei sehr verpönt, denn der Gastgeber könnte ja ein ehemaliger Alkoholiker sein. WTF???
Auf den Gedanken wäre ich ja im Traum nicht gekommen. Zum Glück war ich mit der Gastgeberin bereits mehrmals unterwegs und weiss, dass sie ganz schön bechert. Somit bin ich mit der Flasche Wein hoffentlich auf der sicheren Seite, kann ja auch ein deutscher Wein sein ;-)

Sonntag, 1. Juli 2012

Lazy Sunday

Heute habe ich mal gar nichts unternommen. Das war herrlich - einfach ausschlafen, gemütlich frühstücken, lesen (ich hab die Gebrauchsanweisung für die USA durch, einiges passt wirklich)... gut, dann hab ich noch die Bude geputzt und Wäsche gemacht. Aber sonst war es wirklich ein fauler Vorzeigesonntag! ;-)

Gestern war ich an der Fishermans Wharf und habe mir ein Eis von Cold Stone geholt und zwei Jeans gekauft. Allerdings in umgekehrter Reihenfolge ;-)

Apple Pie a la Cold Stone


Danach bin ich noch weiter durch die Gegend geschlendert und hab mir das bunte Treiben angesehen. Schließlich hab ich danach noch nen Großeinkauf bei Trader Joes gemacht - wenn man schon mal da ist ;-) Die Schlepperei hat sich dann auch gelohnt, denn ich habe mir gestern abend dann megaleckeres Moussaka gekocht:

Aubergine, Rinderhack und Schafskäse



Dienstag, 26. Juni 2012

Mädchenstuff ;-)

Ich war heute ein bißchen bei Sephora shoppen...



Und als Krönung hab ich mir noch einen Marble Cupcake gegönnt!



Ein toller Tag! :-)

Dienstag, 19. Juni 2012

Waschsalon...

... oder "wie man möglichst schnell viel Geld los wird".

Ebenfalls am Sonntag waren wir im Waschsalon. Ich fand das wieder höchst aufregend (ich war noch nie in einem!), Jessica eher nicht so ;-)

Wir hatten schon befürchtet, dass das Waschen ewig dauern würde, so eine Waschmaschine läuft ja auch ihre Zeit. Nunja, zunächst einmal lief sie gar nicht. Die von mir auserwählte Maschine war natürlich defekt. Das stellte sich selbstverständlich erst heraus, als ich meine 2,25$ schon reingeschmissen hatte. Diese Waschsalons sind hier Selbstläufer, da ist also kein Personal oder so. Ich hab also die Waschmaschine noch zweimal getreten und beschimpft, aber sie ließ sich nicht erweichen, entweder das Geld rauszurücken oder wenigstens zu waschen. Also die Wäsche wieder raus und in die nächste Maschine rein. Neues Geld geholt - denn die Maschinen nehmen nur Quarters, also 25-Cent-Münzen. Natürlich schleppt kein Mensch soviele Münzen mit sich rum, also gibt es eine Wechselmaschine: einen Dollarschein rein, 4 Quarter kommen raus. Die neuen Quarter also der neuen Maschine in den Rachen geworfen, Luft angehalten... und sie ging! Jey!
Nach nur 20 Minuten war die Wäsche gewaschen, super! Wir überlegten schon, was wir den Rest des Abends machen...

Aber zunächst hieß es ja auch Wäsche trocknen. Wir also die nasse Wäsche in den Trockner und angestellt. 6 Minuten kosten 25 Cent. Ich dachte, das ist bestimmt auch so ein Hochleistungstrockner, der gar nicht lange braucht.

Nach 6 Minuten mal geschaut - noch nass. Nochmal 6 Minuten...
Noch mal geschaut - noch nass. Nochmal 6 Minuten...
Noch mal geschaut - noch nass. Nochmal 6 Minuten...
Noch mal geschaut - noch nass. Nochmal 6 Minuten...
Noch mal geschaut - noch nass. Nochmal 6 Minuten...

Ihr ahnt, wie es weitergeht... Zwei Stunden später war die Wäsche dann endlich endlich trocken. Wieviele Quarter wir da noch reingeschmissen haben, dürft ihr gerne ausrechnen.

Und dazu rechnet ihr dann noch die 2$, die Jessica aus Versehen in den falschen Trockner geworfen hat!

Es gab da nämlich zwei Reihen, oben und unten. Unsere Wäsche befand sich im unteren Trockner. Jessica startete dreimal (DREIMAL!) aus Versehen (behauptet sie jedenfalls!) den oberen.

Beim ersten Mal war noch fremde Wäsche drin. Irgendwann kam dann die Eigentümerin der Wäsche und wollte offensichtlich ihre vermeintlich fertige Wäsche holen. Zunächst ließ sie nur ihren Blick über die Trockner schweifen, keiner stand still. Leicht panisch (Wäsche geklaut???) ging sie dann die Reihe ab. Fand ihren immer noch/wieder laufenden Trockner. Äußerst verwirrt untersuchte sie das Gerät und konnte sich offensichtlich keinen Reim drauf machen... Ich muss gestehen, wir haben sie nicht aufgeklärt -  es war uns zu peinlich ;-) Obwohl Jessicas hochroter Kopf eigentlich Bände gesprochen hat...

Die nächsten zwei Male startete Jessica dann einen leeren Trockner. Nunja.

Irgendwann, es war schon dunkel draußen, konnten wir dann als Letzte mit unserer sauberen, trockenen und warmen Wäsche auch nach Hause gehen.

Ein paar Waschsalon-Impressionen möchte ich gern mit euch teilen:


Die Trocknerreihe - der erste links unten ist "unserer"
Die Waschmaschinen - die dritte von rechts ist ein fieser Möpp!


Mittwoch, 13. Juni 2012

Amerikanische Handynummer

Da ich es leid war, unterwegs, in der Kanzlei und eigentlich auch zuhause (mein iphone verbindet sich aus unerfindlichen Gründen nicht mit dem WLAN) kein Internet aufm iphone zu haben, hab ich mir eine amerikanische Sim-Card besorgt. Entsprechend habe ich jetzt auch eine neue, amerikanische Handynummer.
Oder vielmehr eine Cell phone number ;-)

Wer diese wegen whatsapp oder imessage (oder sonstwas) haben möchte, der möge mich bitte anmailen. Oder einen Kommentar hinterlassen...

Samstag, 9. Juni 2012

Shopping!

Heute war shoppen angesagt. Mir wurde ja vorher erzählt, was für ein Shopping-Paradies Amerika sei. Das wollten wir natürlich selbst testen... Ganz sicher sind wir uns aber noch nicht, wir werden sicher das ein oder andere Mal nochmal losgehen, um diese Aussage zu verifizieren.

Wir haben hier um die Ecke gleich eine Mall, das Westfield Centre. Da gibts neben einem Bloomingdales und Nordstrom noch jeeeede Menge andere Geschäfte auf - ich glaube - 5 Ebenen. Im Untergeschoss gibts außerdem nen richtig coolen Supermarkt (Bristol Farms) und eine Food Corner, wo wir schon das ein oder andere Mal gefrühstückt haben. So auch heute. Wir haben das warme Buffett von Bristol Farms mal ausprobiert - richtig leckeres chinesisches Essen haben die da... Jetzt mag der ein oder andere denken: Chinesisch? Zum Frühstück???

Ja!

Ich sollte hinzufügen, dass wir meist erst gegen 12 oder 13 Uhr frühstücken. Vorher schaffen wir es irgendwie nicht. Und nicht etwa, weil wir solche Langschläfer wären, nein nein. Aber morgens klappere ich die neusten Wohnungsanzeigen ab und schreibe den Vermietern, außerdem skypen wir meist noch mit den lieben Daheimgebliebenen.

Nach dem Frühstück gings dann los. Ich glaube, wir haben drei Etagen und Bloomingdales geschafft...
Ich sags gleich, viele Fotos haben wir nicht gemacht ;-) Ist auch nicht so interessant, uns beim Shoppen zuzusehen.

Nachmittags haben wir uns mit Frozen Joghurt gestärkt - megalecker! Ich war nach einer sehr ernüchternden Frozen-Joghurt-Erfahrung in Deutschland (Ähm... das schmeckt wie kalter Joghurt?!) eher vorsichtig. Aber die Amis machen da wohl irgendwas anders, jedenfalls schmeckte es eher wie sehr leckeres Softeis ;-)



Ihr dürft gern raten, wer hier welches gegessen hat ;-)

Unsere lieben Eltern haben versucht, uns eine lange Nase zu machen, indem sie von selbstgemachten Erdbeertorteletts mit Schlagsahne erzählten... tja, da können wir mithalten!

Bristol Farms (ich MAG den Laden!) hat eine grandiose Bäckereitheke. Ich nenns mal so, obwohl das dem Angebot dort nicht gerecht wird.

Guckst du hier:






Toll find ich ja den "Black Forest Cupcake" und den "German Chocolate Cake"... und eigentlich alles andere in diesen beiden Schaufenstern. Wir haben uns heute auch mal was gegönnt, für mich gabs einen Lemon Zest Cupcake (Oh! Mein! Gott! war DER lecker!) und für Jessica Chocolate Old Fashion (=Kuchen).