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Freitag, 22. Juni 2012

Restliche Bilder vom Apartment


Ich wollte euch doch eigentlich auch noch den Rest von meinem Apartment zeigen, aber das hab ich vor lauter Arbeit und Seightseeing glatt vergessen. Hier folgen also noch weitere Bilder - viel hat ja nicht mehr gefehlt, denn wie gesagt: das Apartment ist nicht groß! ;-)

Blick von der Tür aus, linker Hand (nicht im Bild) das Bett, rechts die Küchentür

Mittwoch, 13. Juni 2012

Erste Bilder vom Apartment

Ich habe schonmal ein paar erste Bilder von meinem Apartment für euch, leider bin ich noch nicht dazu gekommen, alles zu fotografieren. Alles - das klingt, als wenns ein Riesen-Schloß wäre ;-)

Ist es nicht. Es gibt eine kleine Küche, ein Bad und ein Schlaf-/Wohnzimmer, wo nur ein Bett, ein Schreibtisch samt Stuhl und ein paar kleinere Möbel drinstehen, einen Fernseher hab ich sogar auch.

Küche

Essbereich der Küche - rechts ist der Kochbereich

Ich habs erst hier aufgehängt! :-)

Ein Stückchen Heimat am Kühlschrank

Der Flur: hinten links sieht man ein winziges bißchen die braune Eingangstür, links sind 2 Schränke, rechts das Bad und eine Kammer



Bilder vom Hostel

So, ich wollte doch noch Fotos vom Hostel nachreichen - die kommen hier wie versprochen. Auf den Bildern sieht es nicht halb so dunkel und bedrückend aus, wie es tatsächlich war...

Wenn ich mir die so anschaue, bin ich nochmal echt froh, hier am meinem Schreibtisch in einem süßen, kleinen Apartment zu sitzen...

Das Waschbecken - ganz charmant mit Kippen-Brandflecken

Bild von der Tür aus

Der Schrank - man beachte die 4 (!) Bügel


Kann man erkennen, wie dreckig die Wanne ist?

Den Schimmel am Duschvorhang erkennt man ganz gut

Links Fensterscheibe - Rechts offen ;-)

Heizung (und Einkäufe)

Blick vom Bett aus, links ist die Tür, rechts das Fenster, quasi hinter mir das Bad

Soviel Neues ist passiert...

... dass ich gar nicht zum Bloggen gekommen bin...

Aber jetzt!

Wir sind am Sonntag in mein neues Apartment in Russian Hill umgezogen. Dabei gab es noch eine kleine Komplikation ;-) Wir saßen gemütlich mit dem Vermieter in der Küche und klärten die Einzelheiten, wir hatten die Schlüssel (er hatte zum Glück 2 Paar, so kann Jessica auch aus der Bude, wenn ich arbeiten bin) und unsere Koffer standen im Wohn-/Schlafzimmer...
Und ich dachte so bei mir... Mensch, wann geht der denn endlich, ich will auspacken???

Tja, und dann fragte er, ob wir noch viel Zeug im Hostel hätten. Und ich natürlich, nee, wieso, wir haben ausgecheckt und natürlich alles mitgebracht. Und er ganz überrascht: Ach, ihr wolltet HIER schlafen?  Und ich mit großen Augen: Ähm jaaa, wo denn sonst?
Daraufhin der Vermieter: Ja, aber ich fliege erst morgen, ich muss selbst heute Nacht noch hier schlafen!

Schock!!!

Ich war echt baff. Schließlich hatte er das Apartment als "ab dem 9. Juni verfügbar" inseriert. Sonntag war bereits der 10. Juni, außerdem hatte er ja bei der Besichtigung gesagt, wir könnten am Abend wiederkommen, würden das Apartment kriegen, er würde uns dann die Schlüssel geben und wir sollten unser Zeug herschaffen. Was wir ja auch alles so gemacht haben.

Naja, diplomatisch wie ich (eher selten) bin, habe ich mich sofort heftigst entschuldigt und gemeint, dass ich ihn da wohl falsch verstanden hätte, aber dass ich nicht wüsste, wo wir jetzt hinsollen...
Wir hätten wohl nochmal ins Hostel gekonnt, aber da hatte ich nun echt keinen Bock drauf. Da hätte ich alles umpacken und wieder ins Hostel mitnehmen müssen, schließlich hatte ich am nächsten Tag meinen ersten Tag in der Kanzlei.

Kurz zuvor hatte er uns noch erzählt, dass er so viele Freunde in San Francisco habe, und dass er bei denen wohnen würde, wenn er in der nächsten Zeit in die Stadt käme - ich hatte ihn nämlich danach gefragt, als er erwähnte, dass er so einmal im Monat herkäme, um nach dem Rechten zu sehen. Ich wollte doch sichergehen, dass er nicht auf einmal in der Tür steht und wir dann nachts ne Runde kuscheln...

Naja, zurück zum Thema -  ich spekulierte also darauf, dass er jetzt einen seiner vielen Freunde anruft, um die letzte Nacht vor seinem Flug dort zu pennen. So kam es dann auch, er schickte uns einkaufen und als wir wiederkamen, war schon sein Freund Will da, bei dem er dann bleiben konnte. GottseiDank! ;-)

Will meinte übrigens sofort, er sei auch Deutscher! Ich total überrascht "Really?" Ja, er sei aber in den Staaten aufgewachsen. Und auf meine Frage nach Verwandten in Deutschland stellte sich dann raus, dass die Familie seit Generationen in den USA lebt und mit Deutschland eigentlich soviel am Hut hat wie ich mit Timbuktu. Sehr lustig :-)

Naja, wir waren dann gegen 22 Uhr endlich allein und haben erstmal die Bude in Beschlag genommen. Allerdings waren wir auch total erledigt, so dass wir das Auspacken weitestgehend auf die nächsten Tage verschoben haben.

Damit hier aber kein falscher Eindruck entsteht: Der Vermieter war total nett, wirklich freundlich und hilfsbereit, hat unten auf uns und das Taxi gewartet, um dann unser Gepäck hochzuschleppen und war überhaupt extreeeem entgegenkommend. Ist aber auch kein (gebürtiger) Amerikaner, sondern Tunesier (oder sowas).

Vielleicht noch kurz etwas zur Neighbourhood Russian Hill: Es ist eins der begehrtesten Wohnviertel hier in San Francisco! Ziemlich hügelig, was einem Wadenmuskeln und atemberaubende Ausblicke auf die Bay verschafft. Hier ist es sicher und ruhig, zugleich ist man aber auch total zentral. Ich bin in ca. 20 Minuten mit dem Bus auf der Arbeit, mit der Cable Car am Union Square oder an der Fishermans Wharf. Außerdem ist zwei Blocks vom Apartment entfernt direkt die "Einkaufsstrasse" des Viertels, die Polk Street. Hier findet man Restaurants, Supermärkte, Bars, Geschäfte, Laundry Services und eigentlich alles, was man so fürs tägliche Leben braucht.
Dieses Apartment in der Lage und zu dem Preis ist echt ein absoluter Glücksgriff gewesen, ich bin so dankbar!!!

Fotos vom Apartment werden natürlich folgen...

Sonntag, 10. Juni 2012

Oh my fucking God!!!

Ich kanns noch gar nicht fassen - aber ich habe eine Wohnung!!! Total spontan, hoppladiehopp ging das jetzt...
Wir haben grade unseren Kram im Hostel zusammengepackt und ich habe das andere Hostel (in welches wir eigentlich heute umziehen wollten) storniert. Und hab es sogar geschafft, dass sie uns diese Nacht nicht berechnen, obwohl ich weniger als 24h vor Checkinn gecancelt habe, hihi ;-)

Für die Insider: I´m a poor poor student!!! Hat auch hier funktioniert... Bin ich froh, $120 gespart.

Gleich rufen wir uns ein Taxi, denn mit Gepäck per Cable Car ist dann doch etwas umständlich. Apropos umständlich: die Miete zahle ich natürlich bar, daher war ich eben an gefühlt 35 Bankautomaten, da die hier eine Auszahlungsgrenze von zwischen $ 200 und $ 800 haben. Mittlerweile habe ich ein stolzes Bündel 20er (!!!) beisammen. Und einmal muss ich sogar noch los...


Natürlich gucke ich mich die ganze Zeit paranoid um, ob mich wer verfolgt und ausrauben will. Nicht unüblich in unserer Gegend ;-) Bisher aber alles okay ;-)

Der einzige Nachteil an der neuen Wohnung: Ich weiß noch nicht, ob ich da das Internet ans Laufen kriege. Es gibt zwar wohl WLAN, aber bei der Besichtigung eben wurde es mir auf die Schnelle aufm Iphone nicht angezeigt. Notfalls muss ich mir halt morgen nach der Arbeit (erster Tag!!!) noch "Internet" kaufen.

Donnerstag, 7. Juni 2012

Flug und Immigration...

...waren bisher noch das Beste an San Francisco! Nein, das ist übertrieben. Aber von Anfang an.
Wir sind ja recht früh in Düsseldorf los, das hieß um 4 Uhr aufstehen. Dafür war die Autobahn frei und sowohl Check-Inn als auch Security gingen super schnell.
Beim Check-Inn hieß es für mich noch umpacken, weil ich statt der erlaubten 23 kg satte 29 kg dabei hatte. Nunja, sind ja auch immerhin drei Monate. Also noch rasch direkt vorm Check-Inn Counter Koffer auf und in Jessicas Koffer (die nur 19 kg hatte) umgepackt. Am Ende hatte jede von uns 23 und ein paar zerquetschte, das ließ die nette Dame dann aber durchgehen.
Der Flug nach London war kurz, dann vier Stunden Aufenthalt in Heathrow, die auch ruckzuck rumgingen. Terminal 5 ist groß und es gibt viel zu sehen. Nach einer ausführlichen Runde und einem Sandwich war es auch schon Zeit zum Boarding.

Nun hieß es also 10,5 Stunden Economy Class... Aber ich muss sagen, ich war von British Airways positiv überrascht. Man hatte einen Hauch mehr Platz als bei Lufthansa, die Sitze waren bequem und somit tat mir erst nach ca. 8 Stunden der Arsch weh. Das In-Seat-Entertainment funktionierte einwandfrei und die Filmauswahl war auch prima. Entgegen anderslautender Vermutungen gab es sogar 2 Filme auf deutsch. Ich habe vorbereitend natürlich auf englisch geguckt, is ja klar.

Als wir dann endlich angekommen waren, hieß es also: Immigration! Ich hatte schon etwas Sorge, ob ich da wohl verhört werde, warum und wie lange ich denn in die USA will und welche Farbe meine Unterhose eigentlich hat.
Diese Sorgen waren zum Glück unbegründet. Der nette, schwarze Immigration Officer fragte Jessica und mich, als wir gemeinsam nach vorne gingen: "Friends?" Wir ganz brav "No, we are sisters!" Dann wurden hübsch Fotos gemacht und Fingerabdrücke genommen, dabei ein bißchen geplaudert. Ob wir wen in SF kennen (Nö!), wie lange wir bleiben... Als ich sagte, 90 Tage und dass ich in Kalifornien rumreisen möchte, nickte er bloß und schickte uns weiter. Und dann waren wir drin.
Erstaunlich fand ich übrigens, dass es keinen einzigen weißen Immigration Officer gab! Schwarze, Asiaten, Latinos - alles munter gemischt. Naja, da mag sich jeder seinen Teil denken.

Dann suchten wir uns ein Shuttle in die Stadt. Der nette Information Officer (jeder ist hier ein Officer!) riet uns zum Shared Van Shuttle für 17 $/Person. Das ist genau wie der Name sagt, ein Van, der rumfährt, Leute aufsammelt und wenn er voll ist, in die Stadt fährt und die Leute absetzt.
Unser Fahrer war sehr nett und seeeehr gesprächig. Er hieß Juan, Mexikaner. Er war total neugierig und fragte uns nach allem möglichen, auch privatem. Als er (leicht enttäuscht) hörte, dass wir in Deutschland bereits boyfriends haben, wollte er wissen, ob wir nicht auch in den USA einen wollen. Ich hatte den Eindruck, er wollte sich um den Job gern bewerben... Dann hat er uns erzählt, dass er zufällig noch ein Zimmer bei sich frei hat *hüstel* Nunja, wir haben dankend abgelehnt.
Er fragte auch nach der "Wall" und es hat echt ein bißchen gedauert, bis ich gecheckt hab, was der eigentlich meint. Ich hab ihn dann aufgeklärt, dass die schon ne Weile nicht mehr steht. Er war auch erstaunt, dass wir in Deutschland auch alle schon Handys haben (Really? Everybody???) Schon lustig.

Tja, und dann waren wir am Hostel und ab da wars dann nicht mehr lustig. Wir waren zu dem Zeitpunkt auch schon über 24 Stunden wach, das mag seinen Teil dazu beigetragen haben. Jedenfalls handelt es sich bei dem Hostel um ein unglaublich abgerocktes uraltes Gebäude. Zum Glück kam Jessica auf die Idee, sich das Zimmer erstmal zeigen zu lassen. Es handelte sich um einen kleinen dunklen Raum mit einer Matratze auf dem Boden. Sonst war das Zimmer leer! Dazu gehörte noch ein "Bad" und in einem Winkel eine 20 cm breite Kleiderstange, ohne Bügel natürlich. Da wars! Ich dachte echt, die verarschen mich doch, wo ist die Kamera???

Wir ließen uns dann noch zwei andere Zimmer zeigen und nahmen dann in unserer Verzweiflung das letzte, da dieses immerhin noch 2 Stühle und einen Tisch aufzuweisen hatte. Und vier Bügel. Dafür flackert das Licht im Bad dermaßen, dass man davon sofort Migräne kriegt und Jessica es deshalb nur im Dunkeln benutzen kann. Sauber ist es natürlich auch nicht.

Am schlimmsten ist aber der Lärm. Das Hostel liegt sehr zentral, sprich an einer stark befahrenen Straße. Und ich hab auch die starke Vermutung, dass hier ein Krankenhaus in der Nähe ist, denn alle fünf Minuten kommt ein Krankenwagen mit heulender Sirene vorbei. Das klingt tatsächlich wie in den amerikanischen Filmen. Beim ersten Mal fanden wirs noch charmant, jetzt nervt es nur noch. Da die Fenster sehr dünn sind, kriegt man halt alles schön mit.
Zusätzlich ist gegenüber eine Sportsbar und im Keller eine Disco, es gibt jeden Abend Freibierpartys. Das wird auch heftigst ausgenutzt. Um 2 Uhr nachts geht netterweise jemand mit einem Megafon rum, um mitzuteilen, dass es jetzt die letzte Runde Bier gibt. Zum Glück, denn sonst wüsste ich ja gar nicht Bescheid. Ebenfalls zum Glück gibt es Ohropax, die aber nicht annähernd alles abfangen, man wird trotzdem andauernd wach. Aber sonst wäre an Schlaf wohl gar nicht zu denken.

Zum Glück sind wir hier nur bis Sonntag. Wenn ich bis dahin keine Wohnung habe, ziehen wir um in ein anderes Hostel die Straße rauf. Der gleiche Lärm, aber günstiger und bessere Zimmer. Bitte betet alle, dass es bald mit der Wohnung klappt!!!