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Mittwoch, 26. September 2012

Erste Station: Monterey

Unser Roadtrip begann ja samstags (den Samstag hatten wir im Outlet in Gilroy verbracht) und sonntags kamen wir in Monterey an.

Wir blieben dort nur einige Stunden, denn am selben Tag wollten wir noch einige Meilen schaffen. Allerdings ist Monterey auch so klein, dass das nicht geschadet hat ;-)

Wir haben uns den Yachthafen angeschaut - würde ich am Meer leben, hätte ich auch ein Boot *seufz*





Außerdem war in Monterey grade ein türkisches Festival, das haben wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen ;-) Den Döner für fast 10 Dollar haben wir aber ausgelassen...



Dann sind wir durch die Fishermans Wharf geschlendert. Im Prinzip das Gleiche wie in San Francisco, Touristen-Nepp nur in kleiner. Da hab ich auch keine Fotos gemacht.

Wirklich sehenswert waren hingegen die Häuser an der Küste, dort haben wir einen schönen Spaziergang gemacht. Die Leute, die dort leben, sind wirklich zu beneiden.


Die haben Zinnen (!) auf ihrem Haus!!!





Und zwar nicht nur wegen ihrer schönen Häuser, sondern vor allem auch wegen der Wahnsinns-Aussicht! Denn nur wenige Meter vor ihrer Haustür liegt die wunderbare Küste.



Auf dem Weg zum 17-Mile-Drive kamen wir dann noch an dem tollsten Bed & Breakfast vorbei, dass ich je gesehen habe! Am liebsten wäre ich direkt dageblieben, gern auch für immer ;-)








 Aber es war ja erst Mittag und wir hatten noch einiges vor... also fuhren wir weiter ;-)
 

Dienstag, 25. September 2012

Las Vegas again...

Ich hatte ja versprochen, noch Fotos von Las Vegas nachzureichen.

Das möchte ich hiermit dann auch tun. Zum Beispiel von unserem Hotelzimmer im Aria, das war schon klasse. Alles sehr neu und schick und mit ganz viel Marmor im Bad und so ;-) Wie überall in Las Vegas ist das Motto: Nicht kleckern, sondern klotzen!

Allerdings gab es wie in fast allen (amerikanischen?) Hotels einen eklatanten Mangel an Handtuchhaken. Was denken die, wo man seine Handtücher nach dem Benutzen hintun soll? Vorher liegen sie immer kunstvoll gefaltet auf dem Bett, am Waschbecken oder in der Dusche - aber nachher? Also wenn ICH Hotelzimmerinnenarchitekt (sagt das zehnmal schnell hintereinander!) wäre...

Dann hätte ich auch den Wasserhahn irgendwie anders angebracht. Der ist auch megastylish, und dabei dann auch mega-unpraktisch - sobald man das Wasser aufdreht, spritzt das Wasser schön wieder aus dem Becken heraus und setzt den ganzen Waschtisch unter Wasser. Aber gut, ICH muss da ja nicht putzen. Das Zimmermädchen hat es allerdings auch nicht getan, denn die haben unser Zimmer in den 2 Tagen nicht betreten ;-)

Links neben dem (sehr bequemen!) Bett sieht man das Bediendings fürs Zimmer


Blick vom Zimmer zur Tür, rechts die Schiebetür zum Bad

In dem rechten Schrank hätte ich fast mein neues 120 Dollar Kleid von Calvin Klein hängenlassen!

Wer es noch nicht erkannt hat: das Bad! Rechter Hand die Dusche, links nochmal abgetrennt die Toilette

Die Dusche und noch dahinter die Badewanne

Extra abgetrennt die Toilette

Das ganze Zimmer, also Licht, Klimaanlage, Vorhänge, Fernseher, Musik etc. konnte mit diesem Bediendings neben dem Bett gesteuert werden. M. hats geliebt. Und nun ratet mal, wem dann dauernd auf der Toilette das Licht ausgemacht wurde??? Jahaaa...

Ganz toll fand ich den "Good-Night" Schalter am Bett - wenn man den drückte, wurde außer der Klimaanlage alles im Zimmer ausgeschaltet. Also kein Rumlaufen und alle Lampen einzeln ausschalten... und dann im Dunkeln auf dem Rückweg zum Bett über alles Mögliche fallen und sich dann noch den Zeh an der Bettkante anhauen... ach, traumhaft!

Ich habe auch noch einige Bilder von Las Vegas bei Tag für euch. Gleich vorweg: nachts ist es schöner ;-)




So sieht jedes Casino in LV aus, wirklich jedes. Höchstens mal anderer Teppich und andere Decke.



Der "Garten" im Bellagio


Caesars Palace - die zwei Damen haben sich aufs Foto geschmuggelt



Im Venetian - mit "Original-Gondoliere", der auch "original italienisch" gesungen hat

Die Piazza - der Himmel ist übrigens nur gemalt und beleuchtet, der ganze "Canale Grande" ist komplett überdacht und stark klimatisiert ;-)

Wasserspiele vorm Bellagio





Samstag, 1. September 2012

Mono Lake

Heute sind wir von Barstow bis nach Mammoth Lakes gefahren, das sind knapp 255 Meilen. Wir haben ca. viereinhalb Stunden gebraucht. Die Zeit verging aber wie im Flug, weil wir durch wunderschöne Landschaften gefahren sind. Hauptsächlich Wüste, das Owens Valley östlich der Sierra Nevada.




Wir haben hier in einem wunderschönen, total schnuckligen Bed & Breakfast eingecheckt. Es ist Labor Day Weekeend - wir haben grade noch so das letzte Zimmer bekommen. Das ist total winzig, außer einem Bett passt eigentlich nix rein ;-) Aber wie gesagt, total schnucklig...



 
Dann haben wir uns direkt auf den Weg zum Mono Lake gemacht. Dieser ist der größte salzhaltige See der Welt, er ist 2,5 mal salziger als der Ozean und 100 mal alkalischer! Fische können in diesem See nicht leben, aber in dieser besonderen Umgebung hat sich ein ganz eigenes Ökosystem entwickelt.

Leider ist der See nicht mehr so groß wie noch vor 50 Jahren, der Wasserstand ist in dieser Zeit um ca. 40 Meter gefallen! Das liegt daran, dass Los Angeles aus dem Grundwasser seine Wasserversorgung bezieht bzw. lange bezogen hat. Dies ist mittlerweile nicht mehr so (um den See zu erhalten) und seitdem ist der Wasserstand schon wieder um 3 Meter gestiegen.

Es war absolut beeindruckend und hat gestunken wie Hölle ;-) Außerdem wimmelte es vor sog. Salzfliegen, die richtige schwarze Wolken am Boden bilden.




Wir haben uns auch die Kalktuff-Gebilde angesehen, das sind Kalziumansammlungen, die durch das Absinken des Wassers freigelegt wurden... Bei Wikipedia könnt ihr sicher nachlesen, wie die genau entstehen ;-)




Das sieht schon sehr cool aus!

Und wie ihr merkt: ich hab mal ordentliches Internet hier! Hach, freu!!! :-)

Morgen fahren wir über den Tioga Pass, der nur knapp 2 Monate des Jahres befahrbar (weil schneefrei) ist durch das Gebirge, rüber zum Yosemite Park. Ich freu mich schon :-)

Grand Canyon

Gestern: Grand Canyon!

Ohne Worte.




The Red Devil

Ein Gastbeitrag von M.:

Wie die meisten Leser dieses Blogs schon mitbekommen haben, sind wir seit ca. einer Woche auf den Straßen des Wilden Westens unterwegs. Über die meisten Stationen habt ihr ja schon interessante Dinge lesen dürfen. Leider fehlte bisher ein wichtiges Detail und zwar, wie wir diese Reisestationen erreicht haben. Dazu heute mehr.

Letzten Samstag konnten wir unseren Mietwagen am Flughafen in SFO abholen. Ich nenne ihn liebevoll Red Devil, warum, dazu komme ich später. Gebucht bei Dollar Car Rental über „Emietwagen.de“. Die Abholung selbst war seeehr unspektakulär, der gelangweilte Mitarbeiter sah die Buchung, versuchte uns wie gewöhnlich Upgrades und unnütze Versicherungen aufzuschwartzen, an dieser Stelle sei erwähnt, dass alle Mietwagen die aus D gebucht werden, alles Notwendige schon inklusive haben (Vollkasko usw.), wir haben es geschafft, zu jedem seiner Versuche NEIN zu sagen. Am Ende habe ich dann noch 4 Unterschriften geleistet und erwarte wohl nächste Woche meine neue Waschmaschine ;-) 


Aber zurück zum Auto, wir sind dann zum Parkhaus gegangen, haben dort den Schlüssel für unser Gefährt bekommen und uns auf die Suche nach seinem genauen Standplatz gemacht, nach ein paar Metern standen wir dann vor einem rot-metallic farbenen Ford Escape. Der erste Anblick des Autos wurde dann von Christiane auch direkt durch ein mädchenhaften Laut untermalt, ich habe leider nicht verstanden, was sie sagte oder sagen wollte, aber ihr Lächeln war doch sehr verzückt. Ich glaube, das lag an der Farbe.
In den USA ist dieses Auto ein Midsize SUV, in D wäre es mit einem Audi Q3/ Ford Kuga/ VW Tiguan zu vergleichen. Also für unsere Verhältnisse ein total unnützes Gefährt, aber wir hatten/ haben ja noch einiges vor.





Zu den Details: ich konnte leider nicht das Baujahr ausfindig machen, sondern nur, dass es sich um ein Modell 2008 – 2012 handelt. Einen 2.5L 4 Zylinder Motor besitzt, jaaaa keinen saufenden 6 oder 8 Zylinder und getönte Scheiben, ein sehr wichtiges Detail, dass es keine Abdeckungen für den Kofferraum vom Vermieter Dollar gibt. Unser Red-Devil hat grandiose 177 PS und verbraucht 1 Gallone Regular 87Oktan Gas auf 27.2 Meilen. Für die unter euch, die jetzt nicht rechnen wollen und das zu viel Technik Details waren: 177 PS, 8.6 L normal Bezin auf 100 km. Der Verbrauch alleine ist schon echt nicht schlecht, für einen Wagen dieser Größe. Was man nicht vergessen darf, hier darf max. ca. 120 km/h gefahren werden. Was den Verbrauch schon sehr positiv beeinflusst. Uns hilft das nur beim sparen.


Die Fahrleistungen klingen auf dem Papier auch fantastisch und klingen ist hier auch das richtige Stichwort, tritt man auf das Gas, dann glaubt man, in einem Sportwagen zu sitzen, der Motor heult schön kernig auf, aber leider geht es nicht voran. Man hat das Gefühl, dass man festgehalten wird oder irgendwas am Getriebe defekt ist. Naja Automatik halt und zuweilen auf unserer Reise auch sehr komisch im Schaltverhalten.
Dieses Verhalten hat für so manchen Lacher beim Auffahren auf einen der vielen Highways beigetragen, weil man es einfach anderes gewöhnt ist. Und daher auch der Name Red Devil, nicht weil es wie Luzifer persönlich abgeht, nein - weil ein falsch getimtes Überholen einen einfach zur Hölle fahren lässt. Unterstrichen wird dieses Gefühl noch von den maßlos schlechten Bremsen und dem schwammigen Fahrverhalten. Aber wer braucht schon Bremsen oder ein gutes Fahrwerk, die Strassen hier sind kerzengerade und man kann schon aus einer Meile sehen, wer bremst und das wiederum macht ein sehr sicheres Gefühl. Das Fahren alleine ist schon ein Erlebnis, alle sind seeehr defensiv, Stoppschilder überall und die Geschwindigkeiten sind auch nicht sooo schnell. Das macht das Fahren sehr enspannend, wenn auch gleich langweilig, auf einem 350 Meilen Abschnitt. Was ich überhaupt nicht vermisse ist das hektische deutsche Fahrverhalten. Alles sehr entspannt hier. 


Kommen wir nun zum praktischen Aspekt, unseres Red Devil. Der Kofferraum ist riesengroß, alle unsere Koffer passen wunderbar hinein und was wir für die Fahrt brauchen steht auf der Rückbank, einfach Platz ohne Ende. Da kann sich so mancher Kombi zuhause eine Scheibe von abschneiden.
Zu guter Letzt noch eine kleine Anekdote zur unglaublichen Außengröße, unser Red Devil, man bedenke ein Midsize SUV, ist für amerikanische Verhältnisse einfach gesagt, klein. Wir parkten inmitten von anderen SUV’s und konnten unseren Red Devil einfach nicht mehr ausmachen. Er war umringt von Dogde RAM’s und anderen noch größeren SUV’s diverser Hersteller. Einfach unglaublich, die schiere Größe der amerikanischen Fahrzeuge im Vergleich zu sehen. 




Abschließend muss ich wirklich zugeben, dass das Reisen und die langen Strecken die wir mitunter zurücklegen, in unserem Red Devil einfach Spaß machen und weniger anstrengend sind, als man denkt, der Komfort, den er bietet ist, einfach genial und es ist einfach toll mit ihm in den Sonnenuntergang zu fahren. Möge sich die Hölle dahinter nicht auftun ;-)