Mittwoch, 1. August 2012

Sonnenuntergang an der Bay



Seht ihr die Golden Gate Bridge?

Dienstag, 31. Juli 2012

Giants vs. Dodgers

Wie ich ja bereits erzählt habe, war ich am Samstag im At & T Park, um das Baseball-Spiel anzuschauen.
Um das Ergebnis gleich vorwegzunehmen: Es war großartig!

Meine Befürchtung wegen der Länge des Spiels war völlig überflüssig, denn die Zeit (immerhin dreieinhalb Stunden) verging wie im Flug. Anders als zum Beispiel beim Fußball passiert beim Baseball ja ständig was, daher hat man die ganze Zeit was zu gucken.

Ich hatte mir die Regeln ja vorher durchgelesen und das Spiel auch so halbwegs verstanden, natürlich gab es dann live im Stadion trotzdem etliche Situationen, die ich überhaupt nicht kapiert hab ;-) Aber zum Glück waren ja jede Menge mit Baseball aufgewachsene Amerikaner da, die mich gern und ausführlich aufgeklärt haben.

Aber vielleicht fange ich mal am Anfang an, das Stadion von außen.




Der Andrang war groß.


Zum Glück konnte ich mit meiner Karte durch den VIP Eingang gehen, da war wesentlich weniger los und ich war schon echt spät dran - dank der Busse in San Francisco. Da kriegte man auch Gratis-Nüsschen und Baseballkarten ;-)

Ich hab mich dann auf den Weg zu der Box gemacht, mich natürlich erstmal verlaufen und bin in der Food Corner gelandet. Auch nicht schlecht, aber eine sehr nette Dame riet mir, lieber erst mal in der Box zu schauen, denn da gäbe es meistens Gratis-Essen. Ahaaa! Sie hat mir dann auch gleich noch erklärt, wie ich zu der gesuchten Box komme.

Naja, der Aufzug-Guy hat es mir dann nochmal erklärt und irgendwann hatte ich die Box dann auch endlich gefunden ;-)

Gleich neben der Box von den Google Typen ;-)

Und für alle, die wie ich noch nie in so einer Privat-Suite (wie die Box offiziell heißt) in einem Baseball-Stadion waren, hier die Fotos:

Der Blick von der Tür aus
Links war die Küche, es gab leckere Hotdogs, Kartoffelsalat...

... diverse Getränke...

... Obst...

... Erdnüsse und Chips mit Guacamole.
Ich brauche wohl nicht hinzuzufügen, dass alle die ganze Zeit nur am essen waren ;-) Lecker wars aber auch!

Mein Hotdog mit Kartoffelsalat.
Übrigens gibts beim Baseball keinen Anpfiff - deshalb hab ich den Anfang auch direkt mal gepflegt verpasst, weil ich grade woanders hingeguckt hab ;-) Nunja, kann passieren. Der Anblick war aber auch einfach atemberaubend!


Das Stadion ist ganz malerisch direkt an der Bay gelegen - die Schiffe warten übrigens auf einen verirrten Ball ;-)

Und plötzlich waren die schon mittendrin! Hier sieht man sogar den Ball (= kleiner, weißer Punkt) fliegen!


Leinwand mit Zusatzinfos
Auf dieser Leinwand wurden während des Spiels Infos zu den Spielern und alles Mögliche eingeblendet. Zwischen den Innings kamen dann Geburtstagswünsche und sogar ein Heiratsantrag! Ungeschickterweise wurde direkt im Anschluß der Preis für so eine Tafelanzeige gezeigt, ab munteren 40.000 $ ist man(n) dabei...
Ganz ehrlich, für das Geld hätt ich doch einen riesenmördergroßen Diamantklunkerverlobungsring gekauft statt einer blöden 10-Sekunden-Anzeige "Kelly! I love you - will you marry me? Brian". Diamonds are bekanntlich forever ;-)
Aber gut, Geschmäcker sind verschieden, leider habe ich nie erfahren, was aus Kelly und Brian geworden ist...

Natürlich wollte ich aber auch das bunte Treiben außerhalb der Box mitkriegen, daher bin ich dann in der Mitte des Spiels (als klar war, dass die Giants sich nicht grade mit Ruhm bekleckern) mal nach unten. Da sahs dann so aus:

So sah das Spiel von den unteren Plätzen aus, auch nicht schlecht.

Jede Menge Kanus und Schwimmer (!) - man beachte auch die drei Herren im Schwimmring - warten auf weit geschlagene Bälle - diesmal leider vergeblich, ich hätte sie sehr gern hektisch paddeln sehen ;-)

Natürlich darf auch eine Cable Car im Stadion nicht fehlen


Und Essen. Essen ist wichtig!

So siehts dann von den billigsten Plätzen aus aus. Hm ja. Allerdings wurde mir gesagt, dass hier meist die enthusiastischsten Fans mitfiebern ;-)


Es gefiel mir ausgesprochen gut, dass es hier nicht nur um das Baseball-Spiel ging. Hier kommen ganze Familien mit kleinen Kindern ins Stadion, einfach um einen schönen Nachmittag zu verbringen. Das Stadion ist recht weitläufig, da gibt es Bänke, eine Rutsche (in der Cola-Flasche!) und jede Menge Platz zum Rumspazieren. Viele Leute haben nicht mal das Spiel geschaut, sondern sich einfach mit Freunden getroffen, zum Quatschen, in der Sonne sitzen und die Atmosphäre genießen.

Ich bin ja nun beileibe kein Stadiongänger, aber die wenigen die ich in Deutschland gesehen habe, erschienen mir eher als graue, schmucklose Zweckbauten, zumindest von innen. Hier ist die ganze Stimmung ganz anders, alle freuen sich, haben Spaß, es gibt keine Aggressivität, keine Hooligans. Ich hab hier Giants- und Dodgers-Fans Arm in Arm feiern sehen.

Man merkt  vielleicht, dass ich wirklich Spaß hatte und das ganze Ereignis mich beeindruckt hat.

Zwischendurch allerdings kam ich mir immer wieder vor, als sei ich in einen amerikanische Film geraten, weil mir vieles so bekannt vorkam. Zum Beispiel diese typische Orgel, die im Stadion immer spielt - die gibts wirklich. Und sie klingt genau wie im Film ;-)

Leider haben die Giants das Spiel 0:10 verloren - anscheinend sind sie sonst aber ein wirklich gutes Team, wurde mir jedenfalls versichert.

Die Sieger haben sich dann selbst auf dem Spielfeld beglückwünscht und abgeklatscht, die Giants sind einfach sang- und klanglos in der Umkleide verschwunden. Ist hier so üblich...



Als ich dann etwas später aus dem Stadion kam, standen an einem Tor auffällig viele Leute. Das war das Tor, wo die Spieler später rauskamen und viele wollten sich Autogramme holen. Vor allem viele leicht bekleidete, junge Frauen waren da zu sehen. High-Heels, Hotpants mit rausguckendem Neon-Tanga, bauchfrei und tief ausgeschnitten, wild wehendes Haar - da wurden alle Register gezogen ;-) In der Hand natürlich immer zwei Bälle - zum Signieren!

Donnerstag, 26. Juli 2012

When you´re going to San Francisco...

... dann pack statt der "Flowers" im "Hair" lieber nen dicken Schal ein!

Heute war es so kalt, dass ich den ganzen Tag trotz heißem Tee gefroren hab und mir daher zum Mittag eine schöne heiße Suppe geholt hab. Herrlich, wenn man dann ein bißchen aufgewärmt wird. Und lecker war sie auch noch ;-)

A bowl of Tomato-Basil Soup


Mit der oben genannten Zeile spiele ich übrigens auf dieses Lied an ;-)


Baseball

Juhuuu, ich gehe zu einem Baseballspiel! Endlich!



Am Samstag spielen die San Francisco Giants gegen die L.A. Dodgers (muss hier noch wer an Dodgeball denken?) und ich werde live und in Farbe dabei sein. Gut, die spielen ja quasi andauernd, ist also nix Besonderes, ich freu mich aber trotzdem.

Vor allem, weil es sich hierbei um eine Firmenkarte handelt - ich werde also nicht gemeinsam mit dem Pöbel auf den billigen Reihen das Spiel schauen, sondern ganz luxuriös aus der verglasten Suite mit Catering und so.
Ich bin schon sehr gespannt.

Ein Wermutstropfen (naja, für mich jedenfalls) ist jedoch, dass so ein Baseballspiel 3 Stunden dauert!!! Drei! Ich find ja 90 Minuten Fußball schon immer... laaang. Vielleicht nehm ich was zu Lesen mit ;-)

Apropos Lesen: Die Regeln muss ich mir mal durchlesen, damit ich dem Spiel überhaupt halbwegs folgen kann...

Dienstag, 24. Juli 2012

Sephora

Wer mich kennt, der weiß ja, dass ich ein kleeeines bißchen Kosmetik-affin bin. Wirklich nur ein bißchen. Nunja, ich wurde sogar schon als Tussi bezeichnet, das war aber nicht negativ gemeint ;-)

Um also meinem Tussi-Dasein mal so richtig zu frönen, muss ich euch vom hiesigen Sephora erzählen. Für die Nicht-Tussis: Sephora = Douglas im Ausland. Nur besser. Viel besser.

Bei meinem ersten Besuch im Sephora war ich vom schieren Angebot erstmal überwältigt, mein Auge konnte diese Marken- und Farbenvielfalt gar nicht erfassen ;-) Das hat sich zum Glück bei den nächsten Besuchen gegeben, indem ich mich einfach systematisch durch die Regale gearbeitet habe.

Und dabei konnte ich dann feststellen, dass Sephora Douglas um Lichtjahre voraus ist. Nicht nur, dass es hier Marken gibt, die es bisher noch nicht bis nach Deutschland geschafft haben. Nein, vieles ist auch noch sehr viel günstiger als bei uns.

Die Sephora-Damen und Herren (beide übrigens gleich stark geschminkt *g*) sind hier auch viel netter als die Dougletten zuhause. Man wird beim Betreten der Filiale freundlich begrüßt (das ist in USA aber überall so) und wird gefragt, ob man Hilfe benötigt. Wenn man das verneint, wird man auch in Ruhe gelassen. Das schätze ich sehr, denn ich gucke meistens lieber selbst erst einmal. Trotzdem ist immer jemand in Reichweite, wenn man doch mal was fragen will. Das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Kunden und Verkäufern stimmt einfach.

Wenn man möchte, kann man stundenlang die einzelnen Produkte in Augenschein nehmen, ausprobieren und ggf. das komplette Tagesmakeup erneuern (neulich erst gesehen).

Im Douglas habe ich es leider schon oft erlebt, dass man von den Dougletten regelrecht verfolgt wird. Sobald man ein Teil in die Hand nimmt, wird ungefragt losgequatscht und die Vorteile ebendieses Teils aufgezählt. Ja danke, das weiss ich selbst – deshalb gucke ich es mir ja an.

Aber auch das Gegenstück kommt häufig vor. Braucht man wirklich mal Hilfe, sind auf einmal sämtliche Dougletten wie von Zauberhand verschwunden oder ganz arg beschäftigt.

Am Wochenende sind immer doppelt so viele Verkäufer im Sephora, weil auch mehr Kunden da sind – da hat mal einer mitgedacht.

Aber am meisten mag ich drei Dinge am Sephora. Erstens findet man so ziemlich an jedem Regal einen Aufsteller mit Makeupentferner, Alkohol, Nagellackentferner, Wattepads, Kosmetiktüchern, Wattestäbchen und verschiedenen Wegwerf-Applikatoren (Pinsel, Spatel u.ae.). Das wird jeder zu schätzen wissen, der schon mit bunt bemaltem Handrücken aus dem Douglas marschiert ist.

Zweitens kann man sich im Sephora von nahezu allem Pröbchen abfüllen lassen. Auf der Suche nach einer neuen Creme? Kein Problem, die nette Sephora-Dame berät einen und schaufelt dann das Probetöpfchen mit Creme voll, die locker 2 Wochen reicht. So wird das Risiko von Fehlkäufen doch deutlich reduziert.

Aber selbst wenn es einen Fehlkauf gab – und hier kommen wir zum dritten – man kann alles quasi ewig und auch schon benutzt zurückbringen. Man bekommt ohne Gezeter das Geld erstattet oder ein neues Produkt! Der Hammer!

Ich konnte mich von dieser Kundenfreundlichkeit selbst überzeugen, als ich Depp mein teures, neu gekauftes, erst zweimal benutztes Puder im Bad runtergeschmissen hab. Es war natürlich völlig zerbröselt und quasi nicht mehr zu benutzen. Ich war wirklich traurig, denn ich mochte es und es war teuer, verdammt!

Mein lieber Freund M. meinte, ich solle es doch einfach zurückbringen. Auf die Idee wäre ich selbst nie gekommen, schließlich hab ich es ja selbst kaputt gemacht. Aber ich ließ es auf den Versuch ankommen. Und siehe da, ich holte Puder und Kassenbon aus meiner Tasche, als die Sephora Dame auch schon fragte, ob ich das Geld zurück haben möchte. Ich setzte zu meiner Erklärung an, aber das wollte sie eigentlich gar nicht wirklich wissen. Sie (!) entschuldigte sich noch, dass das Puder den Sturz nicht überlebt hat!

Ich war wirklich baff und durfte mir ohne Probleme einfach ein neues holen. Meine überglücklichen Dankesbezeugungen irritierten die gute Frau sichtlich, schließlich kennt sie es nicht anders.

Jedenfalls bin ich spätestens seit diesem Zeitpunkt absoluter Sephora-Fan ;-)


Montag, 23. Juli 2012

Australien?

Ich wurde eben im Bus gefragt, ob ich aus Australien stamme! Lustig... scheinbar wirke ich sehr tiefenentspannt ;-) Oder es lag an dem Surfbrett unter meinem Arm ;-)

Oder (und das ist die Auslegung, die ich bevorzuge!) mein Englisch hat sich so verbessert, dass nicht mehr jeder sofort merkt, dass ich kein Native Speaker bin. Ich hab nämlich ein paar amerikanischen Touristen den Weg zum Ferry Building erklärt und sie dabei offensichtlich mit meinem Akzent verwirrt.

Jaja, my english is so good, that makes me nobody so quickly after!

Sonntag, 22. Juli 2012

North Beach

Das Wetter war dieses Wochenende einfach traumhaft - richtig warm und sonnig. Naja, zwar ist es hier fast immer sonnig, aber nicht zwingend auch warm ;-)

Daher habe ich das gute Wetter ausgenutzt und bin mal ein bißchen durch North Beach spaziert. Dort war ich ja mit Jessica schonmal, als wir am Coit Tower waren. Dieser liegt nämlich mitten in North Beach auf dem Telegraph Hill. North Beach ist das "italienische Viertel" der Stadt. Hier gibt es viele nette kleine Cafés und Restaurants und wegen des Telegraph Hills auch viele Hügel.
Ich hab eigentlich gar nicht großartig was gemacht, bin einfach rumgelaufen und habe die Stimmung auf mich wirken lassen.

Ich möchte euch gern mit ein paar Bildern daran teilhaben lassen...


Blick rüber zur East Bay



Viele Treppen in North Beach





Der Blick rüber nach Russian Hill

Hier sieht man im Hintergrund den Coit Tower