Sonntag, 24. Juni 2012

Haight Ashbury


oder einfach "The Haight" - ist das (ehemalige) Hippieviertel von San Francisco, welches seinen Namen durch die Kreuzung von Haight Street und Ashbury Street erhalten hat. Früher (in den 60ern) lebten hier einige berühmte Musiker wie z.B. Janis Joplin und andere Leute, die ich aber alle nicht kenne ;-)
Und auch heute noch weht der sanfte Duft von Gras durch die malerischen Straßen von Haight Ashbury... malerisch sind nicht nur die unglaublich hübschen bunten Häuser (wie man sie ehrlich gesagt an jeder Ecke in SF findet), sondern auch die vielen Penner (wie man sie ehrlich gesagt an fast jeder Ecke in SF findet), die hier gepflegt in den Straßen rumliegen.
So durften wir live dabeisein, wie sich ein besoffener Penner erst auszog und dabei dann mit der Stirn voraus auf den Asphalt knallte, blutende Platzwunde inklusive. Nunja.
Mein Vermieter hat mir erzählt, dass die Obdachlosen scharenweise aus ganz USA nach San Francisco kommen. Tatsächlich gibt es hier unglaublich viele Obdachlose, deutlich mehr als in Köln. Grund sei das ganzjährig milde Wetter. Ich finds merkwürdig, da können sie doch auch nach L.A. gehen, da isses wärmer...
Nunja, zurück zu the Haight. Da hatte ich mir irgendwie mehr von versprochen, weiss auch nicht. Die Häuser sind jetzt auch nicht schöner als anderswo in San Francisco. Gut, es gibt den ein oder anderen ausgeflippten Laden, aber wenn man aus Köln kommt, schockt einen das jetzt auch nicht wirklich. Cool war ein Laden voller 50er Jahre Klamotten, und insgesamt ist das Viertel viel bunter als die "seriösen" Viertel von San Francisco. Das war schon schön. Ach, ich bin hin- und hergerissen, ob ich´s nun  toll fand oder nicht ;-)
Macht euch selbst ein (oder vielmehr mehrere) Bild(er):
Wer genau hinschaut, kann auch Jessica auf dem Bild entdecken ;-)



Das hatte der oben genannte Penner wohl noch nicht gehört















Am Rande des dortigen Buena Vista Parks haben wir einen sehr sehr großen Baum gesehen:




Wie groß der wirklich ist, wird erst deutlich, wenn man Jessica am Fuß des Baums dazu vergleicht ;-)


 Der Baum war wirklich GROSS!

Freitag, 22. Juni 2012

Restliche Bilder vom Apartment


Ich wollte euch doch eigentlich auch noch den Rest von meinem Apartment zeigen, aber das hab ich vor lauter Arbeit und Seightseeing glatt vergessen. Hier folgen also noch weitere Bilder - viel hat ja nicht mehr gefehlt, denn wie gesagt: das Apartment ist nicht groß! ;-)

Blick von der Tür aus, linker Hand (nicht im Bild) das Bett, rechts die Küchentür

Donnerstag, 21. Juni 2012

Chinatown

Jessica und ich waren in Chinatown. Und ich war ein bißchen beeindruckt, denn es war tatsächlich fast wie in China, es war voll, es hat gestunken, überall hockten Chinesen auf dem Boden rum und prötteln so vor sich hin ;-) Herrlich! Es fehlten eigentlich nur die Fischinnereien auf der Strasse.
Ich hatte irgendwie erwartet, dass es mehr so ein "Touri"-Ding ist, aber da sind echt nur Chinesen unterwegs - naja, und der ein oder andere Touri natürlich.

Es war übrigens ganz gut, dass es keine Fischinnereien auf der Strasse gab, Jessica musste sich von den Gerüchen sowieso schon fast übergeben. Mein ursprünglicher Plan, uns dort auch etwas Leckeres zu essen zu kaufen, scheiterte dann auch daran, Jessica konnte sich nicht überwinden, etwas dort Gekauftes zu essen. Ich werde also nach ihrer Abreise nochmal hingehen und mir was Chinesisches gönnen.

Hier ein paar Fotos:



Jessica verhandelt fleißig










Coit Tower

Wir waren am Dienstag am Coit Tower. Natürlich haben wir nicht den direkten und einfachen Weg genommen, sondern sind erstmal mit dem Bus an der richtigen Haltestelle vorbeigefahren. Naja, so kam Jessica mal dazu, ein bisschen vom Financial District zu sehen, wo ich ja täglich arbeite. Irgendwann sind wir dann auf Umwegen mit Umsteigen an der richtigen Haltestelle angekommen.

Von dort hieß es dann laufen, oder vielmehr Treppen steigen, denn der Coit Tower befindet sich auf dem Telegraph Hill. Das war wieder steil... Jessica und ich kämpften uns also keuchend da rauf, während uns rechts und links fröhliche Jogger überholten... Ja, die joggen hier die Berge RAUF. Da fühlt man sich gleich NOCH unsportlicher ;-)






Egal, irgendwann waren wir dann mit hochrotem Kopf (ich) und peinlich berührt (Jessica -> mein roter Kopf) endlich oben angekommen. Der Turm ist wirklich sehr schön und wir freuten uns besonders auf die Rundumsicht über San Francisco.




7$ Eintritt kostet der Spaß, aber die haben sich wirklich gelohnt. Wir wurden mit dem Aufzug nach oben gefahren, das war noch so einer, wo man innen das Gitter zuschieben muss. Eine Treppe gab es zwar auch (nicht, dass ich die hätte nehmen wollen!), die war aber nicht geöffnet, weil sie nur für Notfälle ist.



Oben (bei diesen kleinen schwarzen Fenstern - diese sind übrigens verglast) konnten wir dann den Ausblick über San Francisco genießen. Wir haben versucht zu erkennen, wo wir schon überall waren und das war echt nicht wenig. Vor allem konnte man von oben sehr schön sehen, welche Strecken man da teilweise zu Fuß zurückgelegt hat. Ist schon Wahnsinn, das merkt man unten in den Straßen gar nicht so.



Financial District


In der Ferne kann man die Golden Gate Bridge sehen

Und nochmal ;-)

Auf dem Rückweg haben wir dann noch kurz bei "Happy Donut" haltgemacht. Ich konnte Jessica überreden, da reinzugehen, obwohl sich der Laden zwischen "Happy Thai Massage" und dem "Hustlers Club" mit "Nude Dancing" befand...;-)
Eigentlich dachte ich ja, wir wären in North Beach gewesen, aber es war schon sehr rotlichtig da. Nicht so, dass man sich unwohl gefühlt hätte (weil auch viele Touristen unterwegs waren), aber es fiel doch auf, wieviele Thai-Massage-"Salons" und Dance-Clubs sich da tummelten. Aber die Donuts waren trotzdem lecker und richtig frisch - somit hatten wir auch unser Happy End! ;-)

Dienstag, 19. Juni 2012

Waschsalon...

... oder "wie man möglichst schnell viel Geld los wird".

Ebenfalls am Sonntag waren wir im Waschsalon. Ich fand das wieder höchst aufregend (ich war noch nie in einem!), Jessica eher nicht so ;-)

Wir hatten schon befürchtet, dass das Waschen ewig dauern würde, so eine Waschmaschine läuft ja auch ihre Zeit. Nunja, zunächst einmal lief sie gar nicht. Die von mir auserwählte Maschine war natürlich defekt. Das stellte sich selbstverständlich erst heraus, als ich meine 2,25$ schon reingeschmissen hatte. Diese Waschsalons sind hier Selbstläufer, da ist also kein Personal oder so. Ich hab also die Waschmaschine noch zweimal getreten und beschimpft, aber sie ließ sich nicht erweichen, entweder das Geld rauszurücken oder wenigstens zu waschen. Also die Wäsche wieder raus und in die nächste Maschine rein. Neues Geld geholt - denn die Maschinen nehmen nur Quarters, also 25-Cent-Münzen. Natürlich schleppt kein Mensch soviele Münzen mit sich rum, also gibt es eine Wechselmaschine: einen Dollarschein rein, 4 Quarter kommen raus. Die neuen Quarter also der neuen Maschine in den Rachen geworfen, Luft angehalten... und sie ging! Jey!
Nach nur 20 Minuten war die Wäsche gewaschen, super! Wir überlegten schon, was wir den Rest des Abends machen...

Aber zunächst hieß es ja auch Wäsche trocknen. Wir also die nasse Wäsche in den Trockner und angestellt. 6 Minuten kosten 25 Cent. Ich dachte, das ist bestimmt auch so ein Hochleistungstrockner, der gar nicht lange braucht.

Nach 6 Minuten mal geschaut - noch nass. Nochmal 6 Minuten...
Noch mal geschaut - noch nass. Nochmal 6 Minuten...
Noch mal geschaut - noch nass. Nochmal 6 Minuten...
Noch mal geschaut - noch nass. Nochmal 6 Minuten...
Noch mal geschaut - noch nass. Nochmal 6 Minuten...

Ihr ahnt, wie es weitergeht... Zwei Stunden später war die Wäsche dann endlich endlich trocken. Wieviele Quarter wir da noch reingeschmissen haben, dürft ihr gerne ausrechnen.

Und dazu rechnet ihr dann noch die 2$, die Jessica aus Versehen in den falschen Trockner geworfen hat!

Es gab da nämlich zwei Reihen, oben und unten. Unsere Wäsche befand sich im unteren Trockner. Jessica startete dreimal (DREIMAL!) aus Versehen (behauptet sie jedenfalls!) den oberen.

Beim ersten Mal war noch fremde Wäsche drin. Irgendwann kam dann die Eigentümerin der Wäsche und wollte offensichtlich ihre vermeintlich fertige Wäsche holen. Zunächst ließ sie nur ihren Blick über die Trockner schweifen, keiner stand still. Leicht panisch (Wäsche geklaut???) ging sie dann die Reihe ab. Fand ihren immer noch/wieder laufenden Trockner. Äußerst verwirrt untersuchte sie das Gerät und konnte sich offensichtlich keinen Reim drauf machen... Ich muss gestehen, wir haben sie nicht aufgeklärt -  es war uns zu peinlich ;-) Obwohl Jessicas hochroter Kopf eigentlich Bände gesprochen hat...

Die nächsten zwei Male startete Jessica dann einen leeren Trockner. Nunja.

Irgendwann, es war schon dunkel draußen, konnten wir dann als Letzte mit unserer sauberen, trockenen und warmen Wäsche auch nach Hause gehen.

Ein paar Waschsalon-Impressionen möchte ich gern mit euch teilen:


Die Trocknerreihe - der erste links unten ist "unserer"
Die Waschmaschinen - die dritte von rechts ist ein fieser Möpp!