Mittwoch, 27. Juni 2012

Assoziationen in der Cable Car

Als ich heute mit der Cable Car nach der Arbeit nach Hause fuhr, war es ein bißchen anders als sonst. Normalerweise sind die Gripmen (Fahrzeugführer) eher entspannt, heute war es ein seeeehr strenger Typ. Kein Lächeln, kein Lachen, grimmiges Gesicht. Er hatte auch nicht wie alle anderen Gripmen eine eigene Klingelmelodie für die Glocke, sondern läutete an jeder Kreuzung einfach energisch und humorlos die Glocke, bing bäng bing bäng.
Er hat sogar immer die Tür zwischen dem vorderen Teil des Wagens, wo man quasi draussen sitzt, und dem hinteren, inneren Teil geschlossen. Nach jedem einzelnen Fahrgast! Und er hat sie auch eigenhändig immer geöffnet, wenn jemand aussteigen wollte.
Bisher war mir nichtmal klar, dass man die Tür überhaupt zumachen kann, weil sie einfach IMMER offen steht.
Außerdem trug er die braune Uniform der MUNI (Verkehrsbetrieb hier in SF), sogar mit Mütze und schwarzen Lederhandschuhen! Hab ich so auch noch nicht gesehen, normalerweise tragen die Gripmen einfach schwarze Kleidung mit einer leuchtenden Warnweste drüber.
Und ganz ehrlich, ich konnte die Augen von diesem äußerst disziplinierten Gripman kaum abwenden - ich zeig euch mal zwei Fotos, die ich schnell mit dem iphone gemacht hab... Ich muss allerdings sagen, als er mich dabei dann so streng angeguckt hat, hab ich schon ein bißchen Angst bekommen und hab das iphone schnell weggesteckt ;-)

Ob ihr wohl die gleichen Assoziationen habt wie ich?!

Ich sag nur soviel: Zum Glück trug er keine schwarzen Lederstiefel! ;-)








Dienstag, 26. Juni 2012

USS Pampanito

Eigentlich wollten wir letztens das U-Boot aus dem zweiten Weltkrieg, die (oder muss es "das" heißen?) USS Pampanito, besichtigen. Es liegt hier in Höhe von Pier 45, mitsamt Gedenktafel für die gefallenen Soldaten.

Im Endeffekt haben wir es aber nur von außen betrachtet, weil es ziemlich klein und dafür sehr teuer ist - das wars uns dann doch nicht wert.




Mädchenstuff ;-)

Ich war heute ein bißchen bei Sephora shoppen...



Und als Krönung hab ich mir noch einen Marble Cupcake gegönnt!



Ein toller Tag! :-)

Sonntag, 24. Juni 2012

Haight Ashbury


oder einfach "The Haight" - ist das (ehemalige) Hippieviertel von San Francisco, welches seinen Namen durch die Kreuzung von Haight Street und Ashbury Street erhalten hat. Früher (in den 60ern) lebten hier einige berühmte Musiker wie z.B. Janis Joplin und andere Leute, die ich aber alle nicht kenne ;-)
Und auch heute noch weht der sanfte Duft von Gras durch die malerischen Straßen von Haight Ashbury... malerisch sind nicht nur die unglaublich hübschen bunten Häuser (wie man sie ehrlich gesagt an jeder Ecke in SF findet), sondern auch die vielen Penner (wie man sie ehrlich gesagt an fast jeder Ecke in SF findet), die hier gepflegt in den Straßen rumliegen.
So durften wir live dabeisein, wie sich ein besoffener Penner erst auszog und dabei dann mit der Stirn voraus auf den Asphalt knallte, blutende Platzwunde inklusive. Nunja.
Mein Vermieter hat mir erzählt, dass die Obdachlosen scharenweise aus ganz USA nach San Francisco kommen. Tatsächlich gibt es hier unglaublich viele Obdachlose, deutlich mehr als in Köln. Grund sei das ganzjährig milde Wetter. Ich finds merkwürdig, da können sie doch auch nach L.A. gehen, da isses wärmer...
Nunja, zurück zu the Haight. Da hatte ich mir irgendwie mehr von versprochen, weiss auch nicht. Die Häuser sind jetzt auch nicht schöner als anderswo in San Francisco. Gut, es gibt den ein oder anderen ausgeflippten Laden, aber wenn man aus Köln kommt, schockt einen das jetzt auch nicht wirklich. Cool war ein Laden voller 50er Jahre Klamotten, und insgesamt ist das Viertel viel bunter als die "seriösen" Viertel von San Francisco. Das war schon schön. Ach, ich bin hin- und hergerissen, ob ich´s nun  toll fand oder nicht ;-)
Macht euch selbst ein (oder vielmehr mehrere) Bild(er):
Wer genau hinschaut, kann auch Jessica auf dem Bild entdecken ;-)



Das hatte der oben genannte Penner wohl noch nicht gehört















Am Rande des dortigen Buena Vista Parks haben wir einen sehr sehr großen Baum gesehen:




Wie groß der wirklich ist, wird erst deutlich, wenn man Jessica am Fuß des Baums dazu vergleicht ;-)


 Der Baum war wirklich GROSS!

Freitag, 22. Juni 2012

Restliche Bilder vom Apartment


Ich wollte euch doch eigentlich auch noch den Rest von meinem Apartment zeigen, aber das hab ich vor lauter Arbeit und Seightseeing glatt vergessen. Hier folgen also noch weitere Bilder - viel hat ja nicht mehr gefehlt, denn wie gesagt: das Apartment ist nicht groß! ;-)

Blick von der Tür aus, linker Hand (nicht im Bild) das Bett, rechts die Küchentür

Donnerstag, 21. Juni 2012

Chinatown

Jessica und ich waren in Chinatown. Und ich war ein bißchen beeindruckt, denn es war tatsächlich fast wie in China, es war voll, es hat gestunken, überall hockten Chinesen auf dem Boden rum und prötteln so vor sich hin ;-) Herrlich! Es fehlten eigentlich nur die Fischinnereien auf der Strasse.
Ich hatte irgendwie erwartet, dass es mehr so ein "Touri"-Ding ist, aber da sind echt nur Chinesen unterwegs - naja, und der ein oder andere Touri natürlich.

Es war übrigens ganz gut, dass es keine Fischinnereien auf der Strasse gab, Jessica musste sich von den Gerüchen sowieso schon fast übergeben. Mein ursprünglicher Plan, uns dort auch etwas Leckeres zu essen zu kaufen, scheiterte dann auch daran, Jessica konnte sich nicht überwinden, etwas dort Gekauftes zu essen. Ich werde also nach ihrer Abreise nochmal hingehen und mir was Chinesisches gönnen.

Hier ein paar Fotos:



Jessica verhandelt fleißig










Coit Tower

Wir waren am Dienstag am Coit Tower. Natürlich haben wir nicht den direkten und einfachen Weg genommen, sondern sind erstmal mit dem Bus an der richtigen Haltestelle vorbeigefahren. Naja, so kam Jessica mal dazu, ein bisschen vom Financial District zu sehen, wo ich ja täglich arbeite. Irgendwann sind wir dann auf Umwegen mit Umsteigen an der richtigen Haltestelle angekommen.

Von dort hieß es dann laufen, oder vielmehr Treppen steigen, denn der Coit Tower befindet sich auf dem Telegraph Hill. Das war wieder steil... Jessica und ich kämpften uns also keuchend da rauf, während uns rechts und links fröhliche Jogger überholten... Ja, die joggen hier die Berge RAUF. Da fühlt man sich gleich NOCH unsportlicher ;-)






Egal, irgendwann waren wir dann mit hochrotem Kopf (ich) und peinlich berührt (Jessica -> mein roter Kopf) endlich oben angekommen. Der Turm ist wirklich sehr schön und wir freuten uns besonders auf die Rundumsicht über San Francisco.




7$ Eintritt kostet der Spaß, aber die haben sich wirklich gelohnt. Wir wurden mit dem Aufzug nach oben gefahren, das war noch so einer, wo man innen das Gitter zuschieben muss. Eine Treppe gab es zwar auch (nicht, dass ich die hätte nehmen wollen!), die war aber nicht geöffnet, weil sie nur für Notfälle ist.



Oben (bei diesen kleinen schwarzen Fenstern - diese sind übrigens verglast) konnten wir dann den Ausblick über San Francisco genießen. Wir haben versucht zu erkennen, wo wir schon überall waren und das war echt nicht wenig. Vor allem konnte man von oben sehr schön sehen, welche Strecken man da teilweise zu Fuß zurückgelegt hat. Ist schon Wahnsinn, das merkt man unten in den Straßen gar nicht so.



Financial District


In der Ferne kann man die Golden Gate Bridge sehen

Und nochmal ;-)

Auf dem Rückweg haben wir dann noch kurz bei "Happy Donut" haltgemacht. Ich konnte Jessica überreden, da reinzugehen, obwohl sich der Laden zwischen "Happy Thai Massage" und dem "Hustlers Club" mit "Nude Dancing" befand...;-)
Eigentlich dachte ich ja, wir wären in North Beach gewesen, aber es war schon sehr rotlichtig da. Nicht so, dass man sich unwohl gefühlt hätte (weil auch viele Touristen unterwegs waren), aber es fiel doch auf, wieviele Thai-Massage-"Salons" und Dance-Clubs sich da tummelten. Aber die Donuts waren trotzdem lecker und richtig frisch - somit hatten wir auch unser Happy End! ;-)