Montag, 18. Juni 2012

Lombard Street

Natürlich darf auf unserer Runde durch San Francisco auch die berühmte Lombard Street nicht fehlen, die crookedest street of the world.



Sie ist gar nicht so weit von meinem Apartment entfernt, ca. 15 Minuten zu Fuß. Wir sind eines Nachmittags gemütlich dorthin spaziert.

Und wenn man da ist, kann man vor lauter Menschen die Strasse kaum sehen.

 

Es ist aber auch ein wirklich schöner Anblick, mit tollem Ausblick auf die Bay. Alles ist schön grün bepflanzt und wird ausgiebig gepflegt (klar, ist ja ein Touri-Hotspot) Die Autos stehen Schlange, um einmal die Strasse herunter fahren zu können, dabei machen alle Insassen (außer dem Fahrer, wie ich hoffe) dauernd fleißig Fotos oder filmen die Fahrt sogar.







 

Gleichzeitig ist die Strasse auch von zum Teil wunderschönen Häusern gesäumt, dieses hier ist mein besonderer Liebling:




Wohnen möchte ich da allerdings nicht, ständig diese vielen Menschen quasi im Vorgarten ;-)

Für die Fußgänger gibt es rechts und links jeweils Treppen zum Runtersteigen, wir sind rechts runter und links wieder rauf gestiegen.


Samstag, 16. Juni 2012

Hübsches aus der Nachbarschaft

Damit Ihr euch ein bisschen besser vorstellen könnt, wo ich hier wohne, habe ich beim Spaziergang mit Jessica mal ein paar Fotos von der Neighbourhood gemacht. Der nette Nebeneffekt dabei war, dass wir wieder zu Atem kommen konnten, denn die Hügel sind schon sehr steil teilweise. Eben Russian HILL ;-)







Come to the dark side - we have cookies!

Wunderschöner Blick auf die Bay, der Turm ist der Coit Tower

Auch hier gabs mal wieder Treppen für die Fußgänger...

... das war aber auch besser, so steil wie es war. Daher dürfen die Autos hier auch nur quer zum Hügel parken.

Wenn die vielen blöden Kabel nicht wären




Außerdem kamen wir glücklicherweise bei Swensen´s vorbei, die angeblich das leckerste Eis in San Francisco verkaufen. Das mussten wir natürlich sofort selbst überprüfen - und ja, es ist schon sehr sehr lecker! Ob es das leckerste in SF ist, hm, dafür müssen wir noch mehr ausprobieren ;-)
Trotz des schwedischen Namens wird das Eiscafé übrigens von Chinesen geführt.
Café ist vielleicht auch zuviel gesagt, man kann sich drinnen (oder draußen) nicht hinsetzen, man geht rein, kauft das Eis und geht wieder raus. Wir haben unser Eis schön gemütlich in der Sonne auf einer Treppe sitzend genossen.



Ich hatte übrigens Cookies & Cream und Jessica hatte Fresh Banana. Beide waren unglaublich gut.

Cookies & Cream

Fresh Banana

Freitag, 15. Juni 2012

Freitagabend

Wir waren heute Abend im Kino. In der fünften Etage des Westfield Centre befindet sich nämlich ein großes Kino, dort haben wir uns MIB 3 angeguckt. Und ohne zuviel zu verraten: der ist gut! Echt witzig.

Allerdings möchte ich gern mal wissen, wo Tommy Lee Jones herkommt, hat DER vielleicht genuschelt.

Edit: Er kommt aus Texas. War ja klar...

Die größte Pizza der Welt

Jessica und ich haben uns diese Woche auf der Powell Street ein Stück Pizza geholt, es war superlecker. Die Pizza war richtig reichhaltig belegt, gut gewürzt und die Stücke waren auch ziemlich groß.





Mir hat eins gereicht, aber Jessica wollte lieber zur Sicherheit noch eine kleine Pizza mit nach Hause nehmen - die kann man ja auch am Folgetag noch gut kalt essen. Es konnte ja nicht sein, dass wir von nur einem Stück Pizza satt waren ;-)
Sie bestellte also eine kleine Margherita zum Mitnehmen, es sollte 20 Minuten dauern. Wir haben also gewartet, irgendwann wurde unsere Nummer aufgerufen. Zum Glück hat Jessica den Karton mal aufgemacht, denn es war nicht unsere Pizza.
Nach einigem Hin- und Her (Kassenbon zeigen, Gespräch mit dem Koch usw.) kamen wir alle überein, dass dies keine kleine Magherita Pizza, sondern eine Salami-Pepperoni war. Nunja, wir sollten nochmal warten, diesmal sollte es aber nur 5 Minuten dauern.
Es ging auch echt schnell, der Koch kam nach vorne und überreichte Jessica eine RIESENgroße Pizza Magherita, die größte, die sie in dem Laden überhaupt verkaufen. Als Entschuldigung fürs Warten quasi. Die Größe heisst "Giant" und das trifft auch absolut zu. Seht selbst:


Wir haben so gelacht, weil die Pizza einfach absurd groß ist, wir hatten Angst, dass sie uns damit nicht in die Cable Car lassen ;-) War aber kein Problem.
Allerdings wurden wir auf dem Weg von der Pizzeria zur Cable Car von allen möglichen Obdachlosen angesprochen, ob wir nicht ein Stück abgeben wollten, die würden wir alleine doch sowieso nicht schaffen. Ha, da kennen die uns aber nicht...
Der Conductor der Cable Car begrüßte uns mit "Hey Pizza Ladies"... es war echt lustig. Wir saßen dann drin und die Pizza reichte über unser beider Schoss, war wenigstens schön warm ;-)
Mehr als ein Stück kann man von der Pizza sowieso nicht essen, weil die so riesig sind und der nette Koch sogar noch Käse in den Rand getan hat. Hab ich schon erwähnt, dass die mördergrosse Pizza auch mörderlecker ist?
Wir haben jetzt schon zum zweiten Mal davon gegessen und haben immer noch mehr als die Hälfte übrig. Ich überlege ernsthaft, zurück zur Powell Street zu fahren und die Pizza dort unter den Obdachlosen zu verteilen. Oder wir frieren sie ein ;-)


Donnerstag, 14. Juni 2012

Total busy und doch nix geschafft

Heute (es ist ja erst 9:35) stehen für mich wieder etliche Meetings an. Um 12AM ist das Real Estate Practicegroup Meeting, um 3PM ist ein Meeting - ich hab schon wieder vergessen, wofür - und ab 4:30PM gibts eine Welcome Party für mich und die neuen Summer Associates... Ich frage mich schon, wann die Amis denn mal arbeiten?

Gestern wurde mir von einem sehr netten Kollegen (ebenfalls Partner hier) auch vorgeschlagen, ich solle doch rueber ins Schroeders gehen (eine deutsche Bar) und mir dort das Spiel ansehen. Auf meinen Einwand, dass das ja mitten in der Arbeitszeit sei, meinte er nur wegwerfend, dass es ja nur 90 Minuten wären *g* So langsam wundert mich auch nicht mehr, dass die hier immer alle bis 22 Uhr im Büro sitzen. Ineffizient, diese Amerikaner ;-)

Und ja, ihr habt richtig gelesen: Nach dem Welcome Breakfast und dem Welcome Lunch gibt es nun noch eine Welcome Party. Ich fühle mich wirklich wirklich ganz dolle willkommen geheissen ;-)
Ich warte aber vorsichtshalber noch auf das Welcome Dinner, die Welcome Pyjama Party und das Welcome Spa Weekend *g*

Heute freue ich mich schon auf einen geruhsamen Abend zuhause, den ersten überhaupt. Bisher waren wir immer, sobald ich von der Arbeit nach Hause kam, noch in der Stadt unterwegs.

Mittwoch, 13. Juni 2012

Amerikanische Handynummer

Da ich es leid war, unterwegs, in der Kanzlei und eigentlich auch zuhause (mein iphone verbindet sich aus unerfindlichen Gründen nicht mit dem WLAN) kein Internet aufm iphone zu haben, hab ich mir eine amerikanische Sim-Card besorgt. Entsprechend habe ich jetzt auch eine neue, amerikanische Handynummer.
Oder vielmehr eine Cell phone number ;-)

Wer diese wegen whatsapp oder imessage (oder sonstwas) haben möchte, der möge mich bitte anmailen. Oder einen Kommentar hinterlassen...

Der erste Tag in der Kanzlei

Am Montag war ich extrem aufgeregt, es ging los mit dem ersten Tag in der Kanzlei. Ich bin also superfrüh los, um bloß nicht zu spät zu kommen. Hat auch geklappt, ich war nämlich 40 Minuten zu früh.
Naja, unten in der Lobby habe ich dann also rumgesessen und gewartet. Um viertel vor neun bin ich dann zu den Aufzügen (ich muss in den 17. Stock) und rein in den Aufzug. Da war aber nix zum Drücken. Also wie wir das hier so kennen, ein Panel mit Zahlen drauf für die Stockwerke... Nein, gab es nicht. Ich habe jeden Zentimeter dieses blöden Aufzugs abgesucht.

Ich also wieder raus aus dem Aufzug und ab zur Info. Dort sagte man mir dann, dass ich an dem Panel mein Stockwerk auswählen soll (welches Panel, verdammt?) und dann würde das Panel mir sagen, welchen Aufzug ich nehmen soll. Aha. Häh? Der Info-Typ konnte meinem Gesichtsausdruck wohl entnehmen, dass ich nicht viel schlauer war als zuvor. Er erbarmte sich und zeigte mir das Panel. Es befindet sich nicht IM Aufzug, sondern weit davor. Und dann gibt es mehrere Gänge mit Aufzügen, die alphabetisch nummeriert (sagt man das so?) sind. Es hält aber nicht jeder Aufzug auf jeder Etage. Um zur Kanzlei zu kommen kann ich 8 Aufzüge benutzen, und zwar die Q bis X. Also musste ich zum entsprechenden Gang gehen, ins Panel die 17 eintippen und dann erscheint im Display zum Beispiel der Buchstabe S. Also gehe ich schnell zum Aufzug S, der mich (und mich allein, denn es muss ja jeder seine Etage eintippen - oder spingsen, wo der Vordermann hinwill) in die 17. Etage bringt. Nunja, warum einfach, wenn es auch kompliziert geht...

Ich war also endlich glücklich in der 17. Etage angekommen und wurde von der Reception in einen Meetingroom geführt, wo die zwei andere Mädels bereits warteten. M. und E. hatten heute ebenfalls ihren ersten Tag. Wir mussten dann diverse Dokumente ausfüllen. Einiges fand ich wieder total komisch, so zum Beispiel die Frage nach Hausarzt, Zahnarzt, Ehemann, Beruf des Ehemanns usw.

Wir wurden dann jede in ihr eigenes Büro geführt. Sehr cool, ich kann sogar die Bay sehen. Und ich hab ein eigenes Namensschild!!!


Blick vom Flur auf meine Tür


Blick nach links aus dem Fenster

Blick nach rechts aus dem Fenster


Alles noch ganz schön leer ;-)



Und ich hab eine Sekretärin!!! Maria! Keine Ahnung wofür, aber ich hab eine. 

Um 10 Uhr gab es dann ein Welcome Breakfast. Das war auch gut, denn ich hatte vor lauter Aufregung nichts essen können. Und dann pilgerte gefühlt die ganze Kanzlei an uns dreien vorbei, um uns zu begrüßen. Ich vergaß natürlich jeden Namen sofort, nachdem er ausgesprochen worden war und irgendwann taten mir die Wangen vom ganzen Lächeln weh...
Aber alle waren totaaaaal nett und sehr interessiert an mir. Die beiden anderen Mädels taten mir schon ein bisschen leid, denn obwohl auch zu ihnen alle sehr nett waren, standen die Leute doch Schlange, um mit mir exotischem Neuling aus der alten Welt zu reden. Und sie stellten sich wirklich an! Kein Witz!

Sehr süß fand ich, dass einige die wenigen Brocken Deutsch herauskramten, die sie mal im Studium gelernt hatten. Ich hab natürlich jeden gelobt, wie toll er deutsch kann und alle waren glücklich.
Dauernd wurde ich auch gefragt, wo in den USA ich denn schon gewesen wäre, und auf meine Antwort, dass dies mein erster Aufenthalt hier sei, waren dann alle erstaunt, dass ich doch sooo gut englisch sprechen würde, wie das denn käme?!

Ich sagte ihnen dann, dass wir in Deutschland in der Schule englisch lernen und alle fanden das total super (logisch, erspart ihnen ja auch das Erlernen von Fremdsprachen), da wäre Europa den USA ja wirklich voraus. Als ich dann noch sagte, dass ich auch Französisch, Spanisch und Latein gelernt habe, war ich endgültig der Star *g*

Nach dem Frühstück wurden wir drei dann durch die Kanzlei geführt, alle vier Etagen, jeder einzelne Notausgang, First aid Kit und alles mögliche wurde uns ausführlichst gezeigt.

Zum Lunch ging ich dann mit der für mich zuständigen Partnerin und zwei weiteren Anwälten. Es war sehr nett. Wir gingen in so ein schickimicki Restaurant, alles voller Business-Leute. Da ich nicht wusste, ob ich selbst zahlen muss und außerdem von der Speisekarte nur die Hälfte verstanden habe, habe ich auf gut Glück etwas aus dem unteren Preissegment bestellt (was dann auch immerhin 15 $ plus Steuern waren) und bekam einen winzig winzigkleinen Salat. Es waren echt nur 2 Salatblätter, dazu drei Erdbeeren und 2 Scheiben rote Beete. Komische Zusammenstellung, es war aber lecker. Bloß etwas wenig. Naja.
Im Endeffekt wurde ich dann eingeladen.

Nach dem Lunch hatte ich dann die IT-Schulung. Und was soll ich sagen, es war die beste Schulung, die ich je hatte. E. ein braungebrannter, muskelbepackter, glatzköpfiger und total netter Typ, machte die Schulung. Er hat uns in Windows 7 geschult, plus Word2010. Waaahnsinn, soviel hab ich noch nie über Word gewusst. Und ich war total froh, dass ich soviel (nämlich alles) verstanden habe, obwohl es erstens Computerkram und zweitens auch noch auf englisch war. Und ich glaube, E. war darüber auch froh.

Die Schulung ging bis 16 Uhr. Danach hatte ich dann auch langsam das Gefühl, dass mein Kopf platzt, es ging alles auf deutsch und englisch in meinem Kopf durcheinander. Daher war ich froh, als ich dann kurz vor fünf nach Hause gehen konnte.